| 21:20 Uhr

"Rot-Rot führt ins Chaos"

Saarbrücken. CDU-Parteichef und Ministerpräsident Peter Müller, Bildungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer und der Chef der Jungen Union (JU), Roland Theis, sind gestern vom Landesvorstand für die drei Spitzenplätze auf der CDU-Landesliste für die Landtagswahl im August empfohlen worden Von SZ-Redakteur Norbert Freund

Saarbrücken. CDU-Parteichef und Ministerpräsident Peter Müller, Bildungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer und der Chef der Jungen Union (JU), Roland Theis, sind gestern vom Landesvorstand für die drei Spitzenplätze auf der CDU-Landesliste für die Landtagswahl im August empfohlen worden. Auf der anschließenden Vertreterversammlung der CDU in der Saarbrücker Congresshalle stellten sie sich zur Wahl. Das Ergebnis der Abstimmungen lag bis Redaktionsschluss nicht vor. Für den bereits unsicheren Platz vier wollte der Landesvorsitzende der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft, Egbert Ulrich, kandidieren.



Unklar blieb bis zuletzt, ob der Vorsitzende der CDU-Mittelstandsvereinigung, Jürgen Presser, auf eine Kandidatur für Platz drei bestehen und es damit zu einer Kampfabstimmung kommen würde. Presser hatte bereits im Vorfeld der Versammlung kritisiert, dass der CDU-Wirtschaftsflügel nicht auf einem der vorderen Listenplätze vertreten sei.

In seiner Rede vor den Delegierten warnte Peter Müller erneut eindringlich vor einem rot-roten Bündnis im Saarland. Er sagte: "Jeder muss bei dieser Wahl wissen. Egal ob er SPD, Linke oder Grüne wählt: Jede Stimme für diese Parteien ist eine Stimme für Rot-Rot. Rot-Rot wird das Land ins Abseits und ins Chaos führen." Am Ende sehe es so aus: "Die Marionetten Maas, Ulrich und Linsler tanzen, und Lafontaine zieht im Hintergrund die Fäden." Dieses "Marionettentheater" hätten die Saarländer nicht verdient. Ein solches Bündnis schade dem Saarland.

Müller unterstrich, die CDU habe das Saarland zum "Aufsteigerland" und zu einer der wachstumsstärksten Regionen Deutschlands gemacht, die Arbeitslosenquote um ein Drittel gesenkt und durch Neuansiedlungen über 5000 neue Arbeitsplätze geschaffen.

Bei der Umsetzung des "Konjunkturpaktes Saar" mit einem Volumen von 260 Millionen Euro nimmt das Land eine Vorreiterrolle im Bund ein. Kein anderes Bundesland ist bei der Verwirklichung konjunkturstützender Maßnahmen weiter als das Saarland. Gerade in schwierigen Zeiten wie diesen gibt es zu einer soliden und verlässlichen Politik keine Alternative: Die Bürger haben deshalb "die Wahl zwischen Erfahrung und Zuverlässlichkeit und einem rot-roten Chaos". Müller fügte hinzu, sein "Zukunftsbild 2025" sei das eines "wirtschaftlich starken, sozial gerechten, lebens- und liebenswerten Saarlandes".