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Kita-Erzieherinnen streiken weiter trotz Kündigungsdrohung

Saarlouis. Unbeeindruckt von der Kündigungsdrohung des Völklinger Oberbürgermeisters Klaus Lorig (CDU) sind gestern erneut die Angestellten aus vier von fünf Völklinger Kindertages-Einrichtungen in den Arbeitskampf für einen Gesundheitstarifvertrag getreten. Sie nahmen auch an einer Kundgebung in Saarlouis teil

Saarlouis. Unbeeindruckt von der Kündigungsdrohung des Völklinger Oberbürgermeisters Klaus Lorig (CDU) sind gestern erneut die Angestellten aus vier von fünf Völklinger Kindertages-Einrichtungen in den Arbeitskampf für einen Gesundheitstarifvertrag getreten. Sie nahmen auch an einer Kundgebung in Saarlouis teil. Lorig hatte darauf hingewiesen, dass die Teilnahme an einem rechtswidrigen Streik zu einer fristlosen Kündigung führen könnte (die SZ berichtete). "Wir lassen uns nicht drohen, auch nicht von einem Herrn Lorig", sagte eine Erzieherin aus einer Völklinger Kita der SZ. "Streikrecht ist Grundrecht", betonte Verdi-Sprecher Stefan Schorr. Der Streik sei daher die richtige Antwort der Erzieher auf Lorigs Aussagen gewesen. Schorr sprach von hoch motivierten Leuten. "Wir werden uns auch weiterhin kampfbereit zeigen", sagte er. Zwar seien vorerst keine weitere Aktionen geplant, aber sollte es zu keiner Einigung kommen, geht Schorr davon aus, dass die Streiks ausgedehnt werden. Zur Kundgebung nach Saarlouis kamen Angestellte von 16 kommunalen Einrichtungen aus Saarlouis, Völklingen, Püttlingen, Heusweiler und Bous. hth