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500 Stunden Eigenleistung fest einkalkuliert

Sie wollen in die Hände spucken: Aufbauwillige am künftigen Standort des Naßweiler Hirtenbrunnens zusammen mit Ortsvorsteher Hans-Werner Franzen (Siebter von rechts). Foto: Stefan Bohlander
Sie wollen in die Hände spucken: Aufbauwillige am künftigen Standort des Naßweiler Hirtenbrunnens zusammen mit Ortsvorsteher Hans-Werner Franzen (Siebter von rechts). Foto: Stefan Bohlander FOTO: Stefan Bohlander
Naßweiler. Vorne sollen zwei Steintröge stehen, und im Hintergrund sollen symbolisch Schafe weiden. Am 15. Juli 2014 wird, wenn viele Bürger mithelfen, laut Ortsvorsteher Hans-Werner-Franzen der neue Hirtenbrunnen in Naßweiler fertig sein. Von SZ-MitarbeiterStefan Bohlander

Etwa 20 Naßweiler Bürgerinnen und Bürger versammelten sich am Freitagabend im Dorfgemeinschaftshaus. Dort stellte Ortsvorsteher Hans-Werner Franzen den Stand der Planung zur Neuerrichtung des Hirtenbrunnens vor. Gleichzeitig warb er um ehrenamtliche Mitarbeit.

Etwa 500 Stunden ehrenamtliche Arbeit sind veranschlagt, um den Hirtenbrunnen in Naßweiler neu zu errichten. Sehr erfreut waren der Ortsvorsteher und sein Stellvertreter Fredi Linsler, dass man neben Großrosselns Bürgermeister Jörg Dreistadt und Planer Ingo Nienas auch knapp 20 Bürger begrüßen konnte, die an der Mitarbeit Interesse bekundet hatten. Ingo Nienas vom Planungs- und Sachverständigenbüro für Umwelt in Lebach übernahm die Vorstellung.

Der Hirtenbrunnen soll am unteren Hof der Alten Schule stehen und "Kommunikationspunkt und Feierabendtreff" sein, wie es Ingo Nienas ausdrückte. Als Blickfang der Anlage sollen zwei Steintröge aus Buntsandstein dienen. Über eine Schwengelpumpe soll Trinkwasser gefördert werden können. Damit man auch wirklich trinkbares Wasser anbieten könne, werde noch eine Leitung gelegt. Den angestrebten optisch guten Eindruck sollen lebensgroße Silhouetten eines Schäfers und mehrerer Schafe vervollständigen. Diese Figuren sollen aus Stahlplatten hergestellt werden. Abrunden sollen die Anlage eine Bank in der Mitte des Buswendeplatzes und eine Buntsandsteinmauer.

Ein Bruttobetrag von 27 132 Euro ist voraussichtlich nötig, um den Hirtenbrunnen wieder aufleben zu lassen. Die Finanzierung sei möglich durch den Wasserzweckverband Warndt (WZVW). Zur Feier seines 100-jährigen Bestehens unterstützt der WZVW in Ortschaften der Leader-Region Warndt Projekte dieser Art. Das Leader-Programm ist eine Initiative der EU, durch das der ländliche Raum gestärkt werden soll. Dadurch wurde ein zweckgebundener Zuwendungsbescheid über 29 999 Euro ermöglicht. In diesem seien die ehrenamtlichen Stunden bereits mit verrechnet, erklärt Nienas.

Wie Ortsvorsteher Franzen am Ende der Veranstaltung mitteilte, soll der "einfache und schlichte" Hirtenbrunnen bis zum 15. Juli 2014 hergerichtet sein. Er freute sich, dass im Zuge der Vorbereitung bereits spürbar sei, dass die Dorfgemeinschaft wieder erstarkt sei. Er betrachte den Wiederaufbau als "Imagepflege für den Ort", mit der das Ortsbild verbessert werden solle. Der Hirtenbrunnen soll auch als Start- und Treffpunkt für Wanderungen über Rosbruck und Morsbach dienen und Anschluss an den Saarlandwanderweg erhalten.