Zwei am Start und zwei am Ziel

Ein zweiter und ein dritter Platz, das ist ein gutes Ergebnis, zumal es den ersten Platz nicht gab. Allerdings geht die Zahl der Bauernhäuser, die zu prämieren sind zurück. Landesweit waren es noch sieben.

Bis vor zwei Jahren haben Dagmar Scholle und Peter Wendl ihr Bauernhaus in St. Arnual saniert. Es gehört zum Ensemble der Bauernhäuser im Umfeld des Stifts St. Arnual. Als Baujahr wird über dem Scheunentor das Jahr 1776 angegeben, in alten Flurkarten ist das Haus jedoch schon 1750 verzeichnet. Lange Zeit befand sich hier ein landwirtschaftlicher Betrieb, der letzte im Saarbrücker Stadtteil St. Arnual. 1978 wurde er aufgegeben. Die heutigen Eigentümer haben große Teile der historischen Substanz des Bauernhauses wieder freigelegt und gerettet. Für die Sanierung verwendeten sie altes Materialie wie Balken, Lehm, Sandsteine und Ziegel. Die Jury belohnte sie mit einem zweiten Preis und 3000 Euro.

Bis 1978 ein landwirtschaftlicher Betrieb: das Haus in St. Arnual.

Das zweite Bauernhaus aus dem Regionalverband, das mit dem dritten Preis (1000 Euro) bedacht wurde, steht im historischen Ortskern von Kleinblittersdorf. Es ist eines der letzten originalen barocken Bauerhäuser der Oberen Saar. Nachdem die Familie Dieudonné in den 1990er Jahren die Eigentümerin wurde, begann sie das Bauernhaus sukzessive zu restaurieren. Unter anderem ließen die Dieudonnés das Dach mit neuen "Biberschwänzen" decken und den Kalkputz auf den Fassaden erneuern. "Die Region Saarbrücken ist zu einem nicht unerheblichen Teil ländlich geprägt. Somit hat sie uns eine besondere Baukultur hinterlassen, die jedoch zunehmend verloren geht. Die erhaltenen und gut sanierten Bauernhäuser liefern dafür einen wichtigen Anker", lobt Regionalverbandsdirektor Peter Gillo das Engagement der Eigentümer.