Sie helfen Kranken auf den Philippinen

Seit Freitag ist die „Surgical Mission“ (deutsch: „Chirurgischer Einsatz“) Saarland auch ein eingetragener Verein. Das feierten die Helfer am Samstag im Caritas-Klinikum auf dem Rastpfuhl.

Seit Jahren ist es ihr Ziel, Menschen auf den Philippinen eine gute medizinische Versorgung zu ermöglichen. Das Team der Surgical Mission (deutsch: "Chirurgischer Einsatz") Saarland, ein wechselndes Team aus Ärzten, Pflegekräften und Rettungssanitätern nimmt sich eigens für den Einsatz Urlaub und zahlt selbst die Reisekosten.

Seit 2012 war das Team um seinen Ideengeber, den Arzt Dennis Borces, immer wieder in dem Inselstaat, um dort die medizinische Situation ein wenig zu verbessern. Zunächst auf der Insel Siquijor zuletzt auf Mindoro. Seit vergangen Freitag tut die als Projekt gestartete Mission ihr gutes Werk als Verein, was am Samstagmorgen im Caritas-Klinikum auf dem Rastpfuhl gefeiert wurde. Vereinsvorsitzender ist Franz-Josef Bermann, sein Stellvertreter ist Christian Motsch. Frank Schöndorf ist Kassierer, Bernd Decker Schriftführer.

Borces agiert als Pressereferent im Vorstand. Der Vorsitzende Bermann erklärte am Samstag überglücklich: "Vor einem halben Jahr hätten wir uns es noch nicht träumen lassen, heute hier zu stehen." Zum Gründungsstichtag zähle der Verein 25 Mitglieder. "Sowohl die Ureinwohner auf Mindoro als auch Fischer und Tagelöhner auf Siquijor können sich keine Operation leisten", berichtet Projektleiter Christian Motsch. Das Team bildet auch den Rettungsdienst auf den Inseln aus. "Der Rettungsdienst ist nicht vergleichbar mit unserem; es ist eher eine Art Fahrdienst", so Motsch. Im Schnitt kostet das Projekt jedes Jahr 50 000 Euro. Ins Leben gerufen hat das Team der Saarbrücker Chirurg Dennis Borces zusammen mit dem Vereinschef des Missionsfördervereins Kutzhof, Martin Zewe. Borces skizziert die Entstehung: "Die Idee der Surgical Mission Saarland entstand gedanklich erstmalig im OP in St. Ingbert Ende des Jahres 2011."

Das erste Zehn-Mann-Team habe sich aus dem Kreiskrankenhaus St. Ingbert rekrutiert. Borces: "Trotz größter Schwierigkeiten bei der ersten Mission hat jeder danach gesagt: Das mache ich noch mal." Denn das gute Gefühl während und nach einer Mission sei nicht zu beschreiben: "Ein kleines Wort, ,slamat - danke', das man von den Menschen bekommt, ist schöner als alles Geld auf der Welt." Derzeit gilt es aber auch, im eigenen Land zu helfen. So engagiert sich ein Team des jungen Vereins für die Flüchtlinge im Landesaufnahmelager in Lebach - bei der Versorgung der Schwangeren und Wöchnerinnen mit Babys unter den Neuankömmlingen.

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