Stadtteilbesuch: Bagger wühlen noch über Monate in Gersweiler Straßen

Stadtteilbesuch : Bagger wühlen noch über Monate in Gersweiler Straßen

Die Probleme der Bürger lassen sich außerhalb der Amtsstuben am besten lösen. Saarbrückens Oberbürgermeisterin Charlotte Britz besucht daher seit Jahren im Sommer mit Verwaltungs-Experten im Wechsel die Stadtteile.

Am Mittwoch war Gersweiler dran. Und auch hier zeigte sich, dass auf dem Verwaltungsweg gelegentlich Missverständnisse entstehen, etwa bei der Bus-Linie 134 durch die Pfählerstraße. Christoph Kreis von der Stadtverwaltung gab zu verstehen, dass der Bezirksrat der Verwaltungsvorlage zugestimmt hätte. Nur zum Teil richtig, wie sich herausstellte. „Mit der Linienführung an sich waren wir einverstanden, dafür gab es Zustimmung“, bekräftigten Bezirksbürgermeister Claus Theres (SPD) und Bezirksratsmitglied Volker Arnold (CDU). Was die Position der Haltestellen aber anginge, habe der Rat widersprochen. Dieser forderte je eine Haltestelle pro Richtung weniger, um den ohnehin großen Parkdruck nicht zu erhöhen. Dem Missverständnis soll noch abgeholfen werden. Sobald nach dem Urlaub alle Entscheider wieder da sind, soll es hierzu einen Ortstermin geben.

Daneben war das Alte Rathaus Thema. Was drinnen nicht passt, wird wohl leicht zu beheben sein. Schlüsselordnung, Einbruchsicherung und eine Sanierung mancher Toiletten kamen zur Sprache. Außen wird die Pflege der kleinen Grünanlage zur Sisyphos-Arbeit. Tretminen ist ein Begriff für das, was hinterlassen wird. Würde der kommunale Ordnungsdienst sich in allen Stadtteilen darum kümmern müssen, wäre wohl ein Heer von Kontrolleuren notwendig. Britz macht dies deshalb zur Bürgersache: „Sprechen Sie die Hundehalter darauf an.“

Die Überquerungshilfe für Fußgänger auf Höhe der Theresienstraße soll übrigens im September fertig sein. Noch über Monate dagegen wühlen sich die Bagger durch viele Gersweiler Straßen. Wichtig ist es den Gersweilern auch, ihren Wasserturm in regelmäßigen Abständen besichtigen zu können. Das den Stadtteil prägende Bauwerk gehört aber einer Privatperson, die stünde solchen  Plänen aber aufgeschlossen gegenüber. Arnold und Stadtverwaltung wollen hier nun vermitteln.