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Schelmische Geschichten bringen Kurzweil

Schelmische Geschichten bringen Kurzweil

"Wir kennen ihn alle, diesen ach so großen Schelm", eröffnete Michael Recktenwald unlängst das Kulturcafé und machte gleich zu Beginn klar, worauf sich die Bewohner und Besucher des Seniorenhauses St. Irmina einstellen konnten: einen Abend voller Memoiren an einen Publikumsliebling, Heinz Erhardt. Dazu hatte Recktenwald das Große Heinz Erhardt Buch mitgebracht, aus dem er Gereimtes und Ungereimtes vortrug.

Von Zeus über Nero bis hin zu Ritter Fips reichte das Repertoire an dem Abend. Auch Tierisches stand oft im Mittelpunkt mit Versen. Bei Klassikern wie "Der Kabeljau" oder "Die Made" konnten die Anwesenden die Zeilen teilweise selbst vervollständigen und wurden so zu einem Teil der Darbietung. Damit schaffte Michael Recktenwald das, was auch Heinz Erhardt einst ausmachte: die Nähe zu seinem Publikum. Ein eigens von Recktenwald für diesen Abend gezeichnetes Porträt des Humoristen hing an der Wand und erinnerte so an das Idol des 79-jährigen Herrensohrers.

Unterstützt wurde Recktenwald an dem kurzweiligen Abend von der Mundartdichterin Helga Wolfram-Drumm. Die in Dudweiler als "Dame mit Hut" bekannte Künstlerin schreibt Gedichte, seit sie zehn Jahre alt ist, und hatte Verse über ihre Jugendzeit mitgebracht. Sie beschrieb die "guten alten" Zeiten, an die sich auch die Bewohner von St. Irmina noch gerne erinnern und endete mit den Worten "Wie schnell ist doch die Zeit vergangenen, an der wir alle gar gehangen", wie es aus Teilnehmerkreisen heißt.