Sound der „Schwarzen Bühne“ zieht Massen in ihren Bann

Sound der „Schwarzen Bühne“ zieht Massen in ihren Bann

Einst als Symbol der verlorenen Selbstständigkeit gestartet, hat sich das Alt-Rohrbachfest längst zum Ausdruck des Lebensgefühls im Stadtteil gemausert. Bei hitzigen Temperaturen gab's diesmal eine besonders heiße Freiluftfete.

. Als das 36. Alt-Rohrbachfest am Freitag eröffnet wurde, gab es jede Menge Geschenke. Kleine Glaspokale mit dem Holz-Stampes vom Ortsrat oder solche speziell zum Alt-Rohrbachfest mit dem Stampesmännje plus Wappen, von Wolfgang Heib überreicht, gingen an Vereine, Helfer und Organisatoren, wobei sich Schirmherr Gisbert Groh noch zusätzlich über einen Bierkrug mit Gravur als Dankeschön freuen durfte. Er war es, der 1980 das "Baby" Alt-Rohrbachfest aus der Taufe hob. "Ich habe aber schon beim 20. Dorffest ein Fass anschlagen dürfen", stellte Groh nach dem Fassanstich klar.

Groh berichtete kurz von den Anfänge im vergangenen Jahrhundert und darüber, wie das Fest zu seinem Namen kam. Man wollte damit an die ehemalige Selbstständigkeit des heutigen St. Ingberter Stadtteils erinnern. Auch wenn das zweitägige Alt-Rohrbachfest bereits bei seiner Geburt ein größeres war, ist es doch im Laufe der Jahre noch gewachsen. Es sei ein Fest für Alt und Jung, für "Rohrbacher und Zugezogene", wie Groh sagte. Man sei mit der Zeit gegangen, habe Altbewährtes beibehalten und mit "Neuem gefüttert".

"Wir sind mittlerweile das größte Straßenfest im Saarpfalz-Kreis", sagte Chef-Organisator Wolfgang Heib über die Rohrbacher Freiluft-Party. Und das schafft hohe Ansprüche: Am liebsten würde man den Zuspruch beim Saarspektakel "knacken". "Das Fest ist eine Menge Arbeit und das neben seinem normalen Job. Manchmal denke ich, der explodiert gleich ", so Ortsvorsteher Roland Weber zum Engagement von Heib, der die wichtigsten Telefonnummern von Personen, die mit zum Gelingen des Festes beitragen, auf einem Plastikkarte mit Bändchen griffbereit um den Hals trug. Sein wichtigster Begleiter war zu Beginn das Handy. Da musste mal ein Stromanschluss her oder die Kühlung eines Wagens in Gang gebracht werden.

Während am Freitag- oder Samstagabend die ersten Sound-Checks über die Bühne gingen, löschten die Besucher bereits ihren dritten oder vierten Durst. Der Standplatz der "Schwarzen Bühne" an der Ecke zum Stegbruch war gut gewählt. Dort, wo sonst das Fest für die Besucher "langsam" ausläuft, kam in diesem Jahr richtig Fahrt auf. Und das bereits bei der Ankunft auf der Festmeile.

Viele Besucher, die beispielsweise bei der Italo-Band "Da Vinci" hängenblieben, auf der Straße tanzten und kräftig mitsangen, hatten ihre Musik gefunden. Ähnlich ging es den Zuhörern vor den anderen Bühnen. Man verließ seinen angestammten Platz meist nur während der Pausen oder um sich mit Getränken gegen die Hitze zu wappnen. Die Kinder hatten beim Gummi-Seil-Hüpfen vor der Rohrbachhalle ihren Spaß und auch die Bobby-Car-Bahn und die Bobby-Car-Hüpfburg zog die Kleinen an.

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