"Rundschau" erscheint ohne Zuschuss

St. Ingbert. Das St. Ingberter Mitteilungsblatt "Die Rundschau" steht auf neuen Füßen. Andrea Klein, die zuvor lediglich für die Akquise von Anzeigen zuständig war, hat das Blatt übernommen und betreibt es heute auf eigenes Risiko. "Ich habe die Rundschau zehn Jahre begleitet", sagt sie

St. Ingbert. Das St. Ingberter Mitteilungsblatt "Die Rundschau" steht auf neuen Füßen. Andrea Klein, die zuvor lediglich für die Akquise von Anzeigen zuständig war, hat das Blatt übernommen und betreibt es heute auf eigenes Risiko. "Ich habe die Rundschau zehn Jahre begleitet", sagt sie. Deshalb wollte sie sich auch nicht davon trennen, auch wenn der städtische Unterdeckungszuschuss nicht mehr gewährt wird. Und das Projekt ist nach ihren Worten gut angelaufen: "Ich mache jetzt regelmäßig 32 Seiten. Früher war es auch manchmal dünner. Es gab schon viel Lob, und die Rundschau bleibt offizielles Mitteilungsblatt der Stadt St. Ingbert."St. Ingberts Pressesprecher Peter Gaschott bestätigt: "Wir sind jetzt wirtschaftlich außen vor. Andrea Klein hat auf ihre Kosten einen freien Mitarbeiter ins Boot geholt und sich zugleich verpflichtet, städtische Inhalte eins zu eins zu übernehmen." Nach der Insolvenz der Westpfälzischen Verlagsdruckerei, dem früheren Herausgeber, hätten sich mehrere Werbeagenturen gemeldet, um die Rundschau fortzuführten. Aber die Festlegung der Stadt, keinen Deckungszuschuss mehr zu gewähren, habe die Interessenten dann doch abgeschreckt. Gaschott: "Es sah zunächst so aus, als würde die Rundschau auslaufen." Dann aber habe sich die neue Herausgeberin gefunden, was die Stadt sehr begrüße. Für den Unterdeckungszuschuss standen im städtischen Haushalt früher maximal 30 000 Euro bereit. 2011 zum Beispiel hatte die Stadt rund 23 000 Euro übernommen, um das Defizit (inklusive damaliger Sonderzahlungen, deren Rechtmäßigkeit noch immer ein Fall für die Staatsanwaltschaft sind) für das Mitteilungsblatt der Stadt zu begleichen. mbe