Neue Funktion für alte Grabstatue

Hassel. Der Hasseler Ortsrat ist auf dem Weg zu alternativen Bestattungsformen ein gutes Stück vorangekommen. Bei einem Besuch auf dem Friedhof nahmen die Politiker die infrage kommenden Flächen für Urnengemeinschafts- und Rasengräber sowie zwei mögliche Standorte einer Urnenstele unter die Lupe

Hassel. Der Hasseler Ortsrat ist auf dem Weg zu alternativen Bestattungsformen ein gutes Stück vorangekommen. Bei einem Besuch auf dem Friedhof nahmen die Politiker die infrage kommenden Flächen für Urnengemeinschafts- und Rasengräber sowie zwei mögliche Standorte einer Urnenstele unter die Lupe. Beratend stand der Leiter der städtischen Abteilung Umwelt und Biosphäre, Gerd Lang, dem Ortsrat zur Seite.

Schnell einig waren sich die Anwesenden, die Urnengemeinschaftsgräber in der Nähe der bereits bestehenden Urnengräber anzulegen. Als Favorit gilt ein Grab, das inzwischen ausgelaufen ist, aber über eine erhaltenswerte Statue verfügt. Die Rasengräber dürften ihren Platz im dünn belegten Westen des Friedhofs bekommen, um dort Lücken zu schließen. Wie der Name schon sagt, bestehen Rasengräber nur aus einer Rasenoberfläche. Blumenschmuck gibt es nicht, wohl aber einen Stein, denn anonym sollen sie auch nicht sein. Komplizierter gestaltet sich die Suche nach einem geeigneten Standort für die Urnenstele. Sie war zuerst an der Kapelle vorgesehen, doch wegen des befürchteten Platzmangels bei einer großen Trauergemeinde ist diese Option gar keine mehr. Als Alternative kam die Stelle unter den vier Tannen, hinter der Kopfseite des Parkplatzes ins Spiel. Doch die sorgte für Kopfschütteln. "So ein schöner Friedhof und so eine schlimme Ecke", meinte nicht nur Albert Zitt (SPD). Als Favorit gilt nun eine Ecke auf der gegenüberliegenden Seite bei einer Baumgruppe, die frei von Gräbern und wesentlich idyllischer ist. "Aber über den Standort kann sich ja jeder noch einmal Gedanken machen", schlug Ortsvorsteher Markus Derschang (CDU) vor. Konkreter sind die Pläne bezüglich Größe und Form der Stele. 20 Kammern sollen zunächst her, drei Urnen könnten in einer Kammer Platz finden. Alle drei Bestattungsformen sind zum Teil deutlich günstiger als die klassische Erdbestattung. Auch der Pflegeaufwand reduziert sich erheblich. Wieviel die Bestattungen kosten werden, konnte Gerd Lang aber noch nicht sagen.