Polizisten helfen dem Kinderhaus

Über eine Spende in Höhe von 1000 Euro freuen sich die Kinder und Betreuer im Kinderhaus in St. Ingbert. Die Polizeiinspektion der Stadt führt stets die Einnahmen aus ihrem traditionellen Hoffest einem sozialen Zweck zu.

. Jedes Jahr lädt die Polizeiinspektion St. Ingbert die Bevölkerung zu einem Hoffest ein, bei dem neben Live-Musik auch Speisen und Getränke angeboten werden. Der Reinerlös wird immer einem anderen guten Zweck zugeführt. Alle in der Dienststelle beschäftigten Mitarbeiter hatten ein Wörtchen mitzureden, wer oder welche Einrichtung das Geld erhält. Es soll wohltätigen, karitativen oder soziale Zwecken in St. Ingbert zugute kommen. Polizistin Nina Reitz brachte das Kinderhaus ins Gespräch. Nachdem ihre Kollegen sich über dieses St. Ingberter Nachmittagsangebot für Kinder und Jugendliche informiert hatten, fiel die Entscheidung schnell. Denn man wollte angesichts der aktuellen Situation Flüchtlinge unterstützen, ohne aber die St. Ingberter auszugrenzen.

Pro Tag werden im Kinderhaus der Caritas zwischen 40 und 60 Kinder, rund 90 Prozent von ihnen mit Migrationshintergrund, von Angela Huwig und Nina Weinmann betreut. Als die muntere Kinderschar erfuhr, dass sie Begünstigte der Spende ist, machte sie sich Gedanken, was man damit alles anstellen könnte. Natürlich war auch der Wunsch nach einer Playstation dabei, aber auch solche nach einem Ausflug in den Zoo, einem neuen Sofa, Spielmaterial oder einer Tischtennisplatte im Freien, damit der Schulhof der Wiesentalschule spannender wird. Noch bevor Dietmar Glandien und seine Kollegin Reitz die Spende übergeben konnten, waren sie von den Kindern zwischen sechs und zwölf Jahren umringt, die etwas über die Polizeiarbeit, die Ausbildungsbedingungen, die Waffe, Handschellen und vor allem die Arbeitszeiten wissen wollten.

Stolz machten die Kinder "Selfie"-Fotos mit den beiden Polizisten und durften auch mal die Dienstmütze aufsetzen. Im persönlichen Gespräch erfuhren die Polizisten von den beiden Betreuerinnen viel über den Alltag im Kinderhaus. Bei der Übergabe der 1000 Euro wurde die Begründung verlesen, weshalb die Entscheidung auf eben jenes Freizeitangebot der Caritas fiel. Das Kinderhaus sei ein offener, kostenloser Treff, in dem man sich für eine sinnvolle Freizeitgestaltung einsetze und gleichzeitig eine vertrauliche Anlaufstelle, die Unterstützung bei Problemen oder in besonderen Lebenslagen anbiete. Außerdem hätten Kinder und Jugendliche dort die Möglichkeit, Selbstbehauptung und Teamfähigkeit zu lernen sowie die Gelegenheit zum spielerischen und freizeitorientierten Lernen.

"Unglaublich, ganz große Klasse. Das ermöglicht uns wieder einiges", nahmen Angela Huwig und Nina Weinmann den finanziellen Zuschuss dankbar entgegen. Wie der Dienststellenleiter der Polizeiinspektion, Dietmar Glandien, sagte, sei das nächste Hoffest am 25. Mai bereits in Planung. Geplant ist auch ein Besuch des Kinderhaus-Teams mit seinen Schützlingen in der Polizeiinspektion.