Fußball: Kleinottweiler verliert Punkte am Grünen Tisch

Fußball : Kleinottweiler verliert Punkte am Grünen Tisch

Am vergangenen Mittwoch wurde beim Saarländischen Fußballverband (SFV) entschieden, wie die am 28. Spieltag in der Landesliga Ost zwischen der ASV Kleinottweiler und den SF Walsheim abgebrochene Partie gewertet wird. In der 83. Minute hatte ein in mittlerweile in Zivil gekleideter Spieler der 2. Mannschaft der ASV dem Schiedsrichter nach einer Roten Karte gegen Kleinottweiler seine Notizkarte aus der Hand geschlagen. Zu diesem Zeitpunkt lagen die Gastgeber mit 2:0 in Führung und hätten wohl im Kampf um den Klassenverbleib drei wichtige Punkte eingefahren. Nun hat man beim SFV folgendes Urteil getroffen: Die drei Zähler aus dieser Partie gehen bei 0:0 Toren an die SF Walsheim.

„Wäre es zu einer Neuansetzung gekommen, wären wir auch angetreten. Ich finde allerdings die jetzt getroffene Entscheidung völlig richtig. Der junge Schiedsrichter hat sehr gut gepfiffen“, sagt der Walsheimer Vorsitzende Pirmin Langenbahn. Er ergänzt: „Es kann ja nicht sein, dass der SFV alle drei, vier Wochen Poster an die Vereine schickt, auf denen Schiedsrichter gesucht werden. Und dann passiert so etwas. Alle Vereine können froh sein, dass wir genügend Schiedsrichter haben, um sämtliche Spiele besetzen zu können.“

In der Landesliga muss weiterhin mit bis zu drei Absteigern gerechnet werden. Was mit dem aktuellen Tabellenneunten SV St. Ingbert nach dem zweimaligen Nichtantreten passiert, ist noch offen. Man will beim SVI versuchen, am Sonntag zum Saisonfinale beim SV Kirrberg noch einmal anzutreten. Ob das reicht, um den Zwangsabstieg zu verhindern, muss dann die SFV-Spruchkammer entscheiden. Bei einem dreimaligen Nichtantreten gäbe es zum Zwangsabstieg keine Alternative. Wer dagegen „nur“ zwei Mal nicht antritt, kann ausgeschlossen werden, muss aber nicht. Der entsprechende Paragraph ist also überaus schwammig.

Für Walsheims Coach Horst Wenzel ist der Auftritt seiner Elf beim Meister SV Hellas Bildstock die letzte Partie seiner Trainerlaufbahn. Er gilt im Bliestal als einer der menschlich beliebtesten Trainer überhaupt und konnte auch bereits viele sportliche Erfolge feiern.

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