Peter Schmieden: Inselspringen in der kleinen Galerie

Peter Schmieden : Inselspringen in der kleinen Galerie

Bilder der schönsten Mittelmeer-Inseln können Kunstfreunde jetzt in St.  Ingbert erleben. Peter Schmieder stellt hier seine Werke aus.

Die Ausstellungen in der „Kleinen Galerie“ gibt es schon, seit in Lokalen nicht mehr geraucht werden darf. Seitdem zieren regelmäßig Bilder die Wände des gemütlichen Gastraums des Hotels zur Post. Der St. Ingberter Künstler Peter Schmieden stellt dort regelmäßig seine Werke aus und in diesem Sommer hat er sich etwas ganz besonderes einfallen lassen.

Er nimmt die Besucher mit auf eine Reise. Von Insel zu Insel geht es: Elba, Korsika, Sardinien und Mallorca, sind seine bevorzugten Ziele. „Ich bin ein Inselfan“, sagt Schmieden über sich selbst. Auch in diesem Jahr wird er wieder nach Elba reisen. Das Skizzenwerkzeug hat er während seiner Urlaube immer zur Hand. Ein Bleistift, manchmal die Grundfarben, einen Zeichenblock. Vor Ort fängt er die Stimmung ein. Malerische Notizen, die er allerdings erst zu einem späteren Zeitpunkt in die Kunstwerke verwandelt, die nun als farbenfrohe Werke die Wände der Galerie schmücken.

Auf Leinwand gebannt werden die Erinnerungen im Winter. In der grauen, kalten Jahreszeit holt Schmieden seine Skizzen hervor. „Damit der Winter nicht so trist wird, verwirkliche ich die Eindrücke, die ich im Sommer gesammelt habe.“ Er muss die Zeichnungen nur ansehen, um sich wieder zurück dorthin versetzt zu fühlen.

Zwischen 2008 und 2011 entstand so eine Reihe großflächiger Acrylmalereien auf den Leinwänden. Mindestens 60 mal 60 Zentimeter, maximal ein mal ein Meter sind die Kunstwerke groß. Die Motive variieren dabei so sehr wie die Malstile: Romantische Sonnenuntergänge und Hinterhöfe voller Blumen zwischen den weißen Häusern Mallorcas sind genauso vertreten wie impressionistische Varianten der weiten Landschaften auf Sardinien oder Elba. Sie wechseln sich ab mit Strandspaziergängern und Küstenstädtchen, wo Fischer ihre Netze flicken oder zeigen die typischen südländischen Bäume, deren Rinde in bestimmtem Licht rot zu leuchten scheint. Einige Bilder halten die ein oder andere Überraschungen parat.

So entdecken viele Betrachter erst beim zweiten Blick auf das herrliche Strandbild, dass dort eine Frau am Wasser liegt. Sie zerfließt förmlich wie die Wellen mit ihrer Umgebung. Auf einem anderen Landschaftsbild funkelt einem je nach Blickwinkel förmlich die Sonne entgegen. Die Farbe ist mit Glitter versetzt, der dem Gemälde eine ganz eigene Stimmung verleiht.

Dabei war das zu Anfang gar nicht beabsichtigt, wie Schmieden verrät: „Von einem vorangegangenen Projekt befanden sich noch Reste des Glitters im Pinsel.“ Das habe er aber erst bemerkt, als er anfing zu malen. „Der Effekt gefiel mir, also habe ich es für den Rest des Bildes beibehalten.“ Ein Zufall, aber auch das gehört zur Kunst.

Zwei Monate, bis Mitte September also, wird das „Inselspringen“ in der kleinen Galerie zu sehen sein. Besucher können die Ausstellung zu den Öffnungszeiten des Hotels zur Post Montag bis Samstag von 9 bis 14 Uhr besichtigen.

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