Eine touristische Idee entwickeln

Einfach herrlich. Wer dieser Tage einen Spaziergang gemacht hat, dem ist wahrscheinlich das Herz aufgegangen. Kalt, aber sehr sonnig, die Bäume wie von Puderzucker überzogen. Da konnte man sich doch gleich wie im Urlaub fühlen. Urlaub ist auch ein gutes Stichwort, hat doch die Stadtverwaltung St. Ingbert ein Tourismuskonzept erarbeiten lassen, das jetzt vorgestellt wurde. Und sieh an, es gibt viele tolle Angebote, aber es fehlt die touristische Idee. Na dann mal los. Da es sich dabei laut der Fachleute um ein Konzept handelt, das nicht in der Schublade verschwinden wird, gilt es nun, eine ebensolche touristische Idee zu entwickeln. Denn es hieß, der Tourismus sei bisher ein Stiefkind gewesen. Aber was hat das alles mit dem wunderbaren Spaziergang bei bestem Winterwetter zu tun? Na, ganz einfach. Laut des Konzeptes haben potenzielle Gäste hohe Ansprüche, sind naturverbunden und aktiv. Na bitteschön. Wenn das kein Ansatz ist, eine touristische Idee. St. Ingbert hat jede Menge Waldfläche, der Tag der Waldbewirtschaftung im Herbst war sehr erfolgreich. Dazu all die kulturellen Veranstaltungen. So könnte die touristische Idee doch sein, dass Gäste nach St. Ingbert kommen, sich einbuchen, das kulturelle Angebot genießen, übernachten und anschließend die Gegend wie beispielsweise den Stiefel erkunden. Ja, schon klar. Eine fertige Idee ist das nicht, soll aber heißen, dass St. Ingbert stolz auf das Ergebnis des Tourismuskonzepts sein kann und das entsprechende Team in der Stadtverwaltung sicher einiges daraus machen kann. Wie heißt es in dem Konzept: Schräg und kokett dürfe man ruhig daher kommen. Na, wenn das bei einem ausgedehnten Winterspaziergang nicht zu gedanklichen Höchstleistungen anregt, die danach im Büro innerhalb des Teams umgesetzt werden können.