Hier tut sich was für die Jugend

Schulen sollten die schönsten Gebäude der Stadt sein, sagte diese Woche Landrat Theophil Gallo bei der Eröffnung des sanierten Altbaus des St. Ingberter Leibniz-Gymnasiums. Stimmt, aber wie ist es um andere Gebäude der Stadt bestellt? Raunt doch eine bei der Eröffnung anwesende Stadträtin, dass es auch dem Sitzungssaal im Rathaus gut zu Gesichte stünde, heller und freundlicher zu sein. Und nicht nur das: Man denke nur an das Rathaus selbst oder die in die Jahre gekommende Stadthalle oder beispielsweise an sanierungsbedürftige Gebäude in der St. Ingberter Innenstadt, in denen sich ein Kaufhaus oder das dazugehörige heruntergekommene Parkhaus befinden. All diesen Gebäuden würde eine Renovierung, eine Verjüngung, gut tun und sie würden in neuem Glanz die Stadt verschönern.

Bleibt zu hoffen, dass dieser Wunsch irgendwann nach und nach Realität wird. Realität für die Schüler und Lehrer des Leibniz-Gymnasiums ist jedenfalls, dass sie in einem wunderbaren, modernen Schulgebäude mit altem Charme ebenso lernen dürfen wie in einem modernen Funktionsbau. Das hat Zeit, Nerven und Geld gekostet, das Ergebnis kann sich jedoch als Leuchtturmprojekt mehr als sehen lassen.

Und dass nicht nur baulich was für die Jugendlichen der Stadt St. Ingbert getan wird, zeigt die Tatsache, dass die Stadtverwaltung eine zweite Jugendpflegerstelle geschaffen hat. Gemeinsam mit dem bewährten Jugendpfleger, der seit Jahren für die Stadt im Einsatz ist, hat das Team ein schönes Programm auf die Beine gestellt. Die beiden Jugendpfleger laden Kinder und Jugendliche in den nächsten Monaten zur Filmreise durch die Stadtteile ein. Alle Stadtteile sind hier mit im Boot. Damit schaffen die Jugendpfleger was, was sich mancheiner auch in anderen Bereichen wünschen würde - eben, dass sich mehr in den Stadtteilen abspielen würde. Auch andere Bereiche neben der Jugendpflege machen das sicher vor, wie beispielsweise die VHS mit ihrer Außenstelle in Hassel.

Mit Blick auf die überwiegend schon aufgehängte Weihnachtsbeleuchtung kann man auch festhalten, dass hier besonders in den vergangenen Jahren auch an die Stadtteile gedacht wurde. An mancher Stelle ist aber eben noch Nachholbedarf.