Brücke an der Emilienruhe: Neubau der Brücke an der Emilienruhe

Brücke an der Emilienruhe : Neubau der Brücke an der Emilienruhe

Morgen sollen im Vergabeausschuss die Weichen gestellt werden für den Abriss und Neubau der Brücke an der Emilienruhe. Geld im Haushalt steht bereit. Genehmigt ist dieser aber noch nicht.

Brücken sind in Kirrberg immer wieder ein Thema. Das liegt zum einen daran, dass es einige dieser Übergänge über den Lambsbach gibt. Zum anderen sind etliche davon marode. Das ist auch bei der Brücke an der Emilienruhe so (wir berichteten mehrfach).

Nun beschäftigt sich der ständige Vergabeausschuss der Stadt Homburg bei seiner Sitzung am Mittwoch, 5. Juli, 17 Uhr, im Rathaus, Am Forum, mit dem Thema. Konkret soll die öffentliche Ausschreibung „für den Abriss der vorhandenen Brücke und der Neubau eines Fußgänger- und Radfahrerüberwegs über den Lambsbach in Kirrberg bei der Siedlung und Ausflugsgaststätte Emilienruhe“ beschlossen werden. 80 000 Euro sind dafür im Haushalt 2017 vorgesehen, das Problem: Dieser ist bislang noch nicht genehmigt. Die Ausschreibung, so heißt es in den Unterlagen, soll aber erst dann erfolgen, wenn der Haushalt abgesegnet ist. Mehrheitlich vom Stadtrat beschlossen wurde dieser in einer Sondersitzung Ende Mai, nun ist die Kommunalaufsicht am Zug, die ihn genehmigen muss.

Wie zentral das Thema Brücken in Kirrberg ist, zeigte sich zum Beispiel auch in der Zusammenkunft des Ortsrates im vergangenen Dezember: Dort ging es unter anderem um die Brücke an der Emilienruhe. Ortsvorsteher Manuel Diehl (CDU) hatte auf Informationen gedrängt, wie und vor allem wann es dort nun endlich weitergehe. „Vor über einem Jahr wurde ich darüber unterrichtet, dass die Brücke aufgrund ihres schlechten Zustands gesperrt werden muss“, so Diehl zu diesem Zeitpunkt. In der Folge sei gegen seinen Willen ein Behelfsweg in Richtung Emilienruhe und nachfolgenden Liegenschaften wie dem Audenkellerhof geschaffen worden – allerdings über private Grundstücke und ohne zu klären, ob und wie für die betroffenen Grundstückseigentümer nun Verkehrssicherungspflicht bestehe.

Schon damals hieß es von der Stadt, dass rein sachlich und verwaltungsseitig alles in den Startlöchern stehe. Da aber der Haushalt noch nicht genehmigt sei, könne das Geld auch nicht ausgegeben werden.

Dass die Brücke in die Jahre gekommen ist, scheint unstrittig. Dabei weiß keiner so genau, wie alt das Bauwerk eigentlich wirklich ist, geschätzt mehr als 60 Jahre, heißt es dazu von der Stadt. Die Konstruktion sei vom städtischen Brückenprüfer zum letzten Mal im Juni vergangenen Jahres geprüft worden. Dabei habe sie, so steht es weiter in den Unterlagen zur Sitzung, die Zustandsnote 4,0 erhalten – und damit die schlechteste überhaupt. Empfohlen werde eine sofortige Sperrung für Fußgänger und Fahrzeuge.

Die Brücke war bis dahin nicht nur von Radlern und Menschen zu Fuß genutzt worden, sondern wurde auch von Autos befahren, teilweise von Holztransportern. Die von der Ortspolizei angeordneten Sperrungen der Brücke seien allerdings immer wieder von Unbekannten beseitigt worden. Grundlegend sei die Konstruktion des Brückenüberbaus aus Walzträgern in Beton stark korrodiert. Bei den Überbauauflagern sei dies ebenso, teilweise seien sie auch vom Lambsbach unterspült. Die Pläne sehen vor, die vorhandene Konstruktion duch eine reine Fußgänger- und Radfahrerbrücke zu ersetzen. Entstehen soll diese in Alu-Leichtbau-Fachwerkbauweise auf flach gegründeten Fundamenten. Der Entwurf sei erarbeitet worden, ein Bodengutachten habe man eingeholt. Das Landesamt für Umwelt und Arbeitsschutz habe darüber hinaus die notwendige wasserrechtliche Genehmigung zum Neubau erteilt.

Dass es weitergehen kann, hängt also nur am Haushalt, im vergangenen Jahr wurde dieser im Spätherbst genehmigt. Diesmal soll es schneller gehen, hofft man. Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind hatte in der Sondersitzung im Mai betont, dass der Haushalt mit der Kommunalaufsicht abgestimmt und genehmigungsfähig sei.