24. Auflage der Kammermusiktage Homburg vom 27. September bis 3. Oktober

Sieben Konzerte ab Ende September : Leidenschaft für die Kammermusik

Ende September starten die Kammermusiktage Homburg. Jetzt wurde das Programm vorgestellt. Insgesamt wird es sieben Konzerte geben.

Die Vorfreude auf die internationalen Kammermusiktag in Homburg von Freitag, 27. September, bis Donnerstag, 3. Oktober, ist groß. Das zeigte sich auch am Montag bei der vorbereitenden Pressekonferenz, zu der die Kammermusikfreunde Saarpfalz mit ihrer Vorsitzenden Sibylle Kößler und das bekannte Vogler Quartett als Initiatoren ins Gut Königsbruch nach Bruchhof eingeladen hatten. Die Schriftkünstlerin Katharina Pieper stellte dazu ihre Galerie im historischen Gut zur Verfügung und schilderte anhand von Exponaten kurz die vielfältigen künstlerischen Aktivitäten in ihren Räumen. Unter ihnen hatte auch eine Aquatinta-Radierung des Künstlers Peter Spiegel seinen Platz gefunden, der das diesjährige Motto des Festivals „Con anima“ (mit Seele, mit Empfindung) in ein kontrastreiches Farbenspiel bannte. Handsignierte Farbdrucke davon können erworben werden, um so die Festtage mitzufinanzieren.

Der Homburger Kultur-Beigeordnete Raimund Konrad unterstrich, dass die Kammermusiktage eine große Bereicherung im Kulturangebot der Stadt seien, weswegen man deren Programm wieder gerne in den gerade erschienen Kulturkalender aufgenommen habe. Stephanie Philippi freute sich als stellvertretende Leiterin der Bexbacher Galileo-Schule über den angekündigten Besuch des Vogler Quartetts. Die künstlerische Leitung der Kammermusiktage Homburg hat auch diesmal das Vogler Quartett inne, das in der Pieper-Galerie von Stefan Fehlandt vertreten wurde. „Ich bin der Bratscher in der Mitte“, stellte er sich vor, “dort habe ich die beste Übersicht über alle meine Quartett-Kollegen.“ Viel Lob hatte er für das 70-seitige reich bebilderte Programm-Magazin der Kammermusikfreunde mit seinen kenntnisreichen Programmeinführungen, Künstlerporträts und Kommentaren, das er auch während der Auftritte immer wieder gerne durchlese. Das Festspielprogramm liegt für alle Interessierten unter anderem beim Amt für Kultur und Tourismus bereit.

Es verspricht im Kulturzentrum Homburger Saalbau, einmal auch in der Klinikkirche und einmal in der städtischen Musikschule (Schongauer Straße 1) eine Fülle musikalischer Kostbarkeiten zwischen dem italienischen Frühbarock und jüngeren Meistern wie Ravel, Prokofiew oder Schostakowitsch. Und es glitzert in unterschiedlichen Besetzungen wie einfaches und doppeltes Streichquartett, Klavierquintett, Oktett für Bläser und Streicher, Barockvioline mit Theorbe im Continuopart, im improvisierten Zuspiel von Perkussionsinstrumenten, Cello und Blasinstrumenten wie Trompete, Flügelhorn oder Didgeridoo, nicht zuletzt in virtuoser Vierhändigkeit auf dem Klavier (siehe auch Infobox).

Einlasskarten für 22 Euro (ermäßigt 17 Euro) oder auch der Festivalpass für alle sieben Konzerte für 130 Euro (ermäßigt 100 Euro) gibt es an der Konzertkasse oder auch im Vorverkauf beim Kulturamt oder im Lichtstudio Bullacher. Weitere Infos oder Karten unter Tel. (0 68 41) 10 18 20 oder bei www.ticket-regional.de/km-saar-pfalz, Tel. (06 51) 9 79 07 77.

Sibylle Kößler. Foto: Ulrike Stumm
Two4piano, das sind Katerina Moskaleva und Alexey Pudinov. Sie spielen bei den Kammermusiktagen in Homburg. Foto: Stella Rugano

www.kammermusik-homburg.de

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