Im Dienst der Landschaftspflege

Die Biospähren-Akteure blicken auf ein spannendes Jahr 2017. Bei einem Empfang zum Jahresbeginn zogen die Verantwortlichen außerdem eine positive Bilanz der bisherigen Arbeit. Man ist sich einig, dass die Biosphäre auf einem guten Weg ist.

Sehr gut besucht war der große Saal im Pfarrheim St. Mauritius in Lautzkirchen , als der Biosphärenzweckverband, die Lokale Aktionsgruppe Leader sowie die Vereine Bliesgau Genuss, Bliesgau Obst und der Biosphärenverein Bliesgau eingeladen hatten, um zum Jahresbeginn allen Beteiligten für ihr Engagement zu danken und einen Ausblick auf anstehende Aufgaben zu geben. Es habe sich schon vieles getan in der Biosphäre, so Wolfgang Giffel, Vorsitzender des Biosphärenvereins Bliesgau, bei der Begrüßung der zahlreichen Gäste. Giffel blickte zurück auf das im vergangenen Jahr begonnene Leader-Projekt "Reha-Gast trifft Biosphäre", eine Kommunikationsinitiative der Stadt Blieskastel in Kooperation mit den MediClin Bliestal Kliniken , verortet im Kurwald Lautzkirchen . Mit dem Projekt sollen Kurgäste als Botschafter für die Biosphäre gewonnen werden. Dafür habe der Biosphärenverein die konzeptionellen Grundlagen gelegt, so Giffel. Und mit Lautzkirchen ging's auch gleich weiter: Mit dem traditionellen Bliesgau Halbmarathon des TV Bierbach startete das zweijährige Vereinsprojekt "Sport in der Biosphäre". Ein nicht ganz einfaches Thema, das den Biosphärenakteuren daher besonders am Herzen liege. Ein weiteres Vorhaben sei ein lyrischer Bildband zu Menschen und Landschaften des Bliesgaus, sozusagen als Pilotprojekt für das künftige Handlungsfeld Kunst und Kultur in der Biosphäre. Besonders freute sich der Vorsitzende des Biosphärenvereins darüber, dass sich die interne Kommunikation der Akteure wesentlich verbessert habe. Auch die Akzeptanz der Biosphäre in der Bevölkerung sei deutlich gestiegen, so Giffel. Er belegt das unter anderem mit dem deutlichen Interesse der Menschen am Biosphärenfest und mit der zunehmenden Nachfrage zu Angeboten aus dem Veranstaltungskalender. Auch sei mit dem Einstieg in die Planung für ein Biosphärenhaus nun ein besonderer Meilenstein der Biosphärenentwicklung in greifbare Nähe gerückt. Giffel dankte den vielen ehrenamtlichen Helfern, die einen wertvollen Einsatz leisteten, dass die Anerkennung unserer Region und unserer Kulturlandschaft als Biosphärenreservat auch weiterhin Bestand habe.

Biosphäre ist Vorbild

Umweltminister Reinhold Jost schlug den Bogen von der Biosphäre Bliesgau zur Landespolitik und der Herausforderung zur Entwicklung des ländlichen Raumes. Die Biosphäre Bliesgau sei wesentlich weiter und besser als manche meinen. Er sprach sich für die weitere Realisierung dieses Großprojektes im ländlichen Raum aus. Dafür benötige es das Zusammenstehen aller Beteiligten, eine konstruktive und transparente Streitkultur sowie die notwendige Zeit, bei schwierigen Themen zu einer guten Lösung zu kommen. Dass die Biosphäre auf dem richtigen Weg sei, zeige der gemeinsam organisierte Neujahrsempfang aller, die institutionell beteiligt sind sowie die zunehmenden festen und stabilen Strukturen im Biosphärenreservat. Für die Zukunft sicherte er der Biosphäre Bliesgau weiterhin seine volle Unterstützung zu.

Auch Landrat Theophil Gallo , Verbandsvorsteher des Biosphärenzweckverbandes, ist mit dem gegenwärtigen Stand zufrieden. Zwar könne es aus seiner Sicht schneller gehen. Aber das sei eher seiner persönlichen Begeisterung für die Sache geschuldet, denn einem wirklichen Versäumnis. Minister Jost dankte er spontan mit der Überreichung der Anstecknadel des Biosphärenreservates Bliesgau. Das Grußwort der Blieskasteler Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener sowie die Dankesworte von Doris Kratkey, Vorsitzende Bliesgau Genuss, und Wolfgang Hegmann, Vorsitzender Bliesgau Obst, beschlossen den offiziellen Teil des Empfangs.

Landrat Theophil Gallo (rechts) überreicht Minister Reinhold Jost die Anstecknadel der Biosphäre Bliesgau.

biosphaere-bliesgau.eu