Viel Spaß beim Warten auf den Bus

Jede Menge Lacher und einen unterhaltsamen Abend bescherte Margret Gampper alias „Es Kratze Irmsche“ ihren Besuchern im katholischen Pfarrheim Landsweiler-Reden.

Jede Menge Gelächter hörte man schon vor der Eingangstür des katholischen Pfarrheims in Landsweiler-Reden . Im Gemeindesaal stand mit gepackten Koffern die Schauspielerin Margret Gampper auf der kleinen Bühne. Zum ersten Mal gastierte Gampper im katholischen Pfarrheim. Auf Einladung des Pfarrgemeinderats Landsweiler-Reden ist sie mit ihrem Mundartsolo "Emmer off de Schnerr . . . Met'm Joorgang unnerwääs" zum Auftritt gekommen.

Wie Margret Gampper ihre Geschichten erzählte, löste beim Publikum Lachsalven im Minutentakt aus. Zur Handlung: Endlich hat sie es geschafft! Nach all dem Stress der letzten Tage sitzt nun Kratze Irmsche (Margret Gampper) auf gepackten Koffern, mitsamt ihrem "Gerembel" an der Bushaltestelle und wartet auf den Reisebus, der sie und ihre Freundinnen zum Gardasee bringen soll. Aber wo bleiben die nur? Schließlich geht es nach Bella Italia, und das ist nicht so ohne. Papiere, Pass und Piccolo als Reiseproviant alles da, nur die Fräuleins fehlen noch. Während sie so an der Bushaltestelle wartet, erzählt sie dem Publikum, alles in moselfränkischer Mundart, aus ihrem Alltag. Da folgen köstlich humorvoll vorgetragene Geschichten über die Freundinnen, die Ehemänner werden kritisiert und bekommen ihr Fett weg, die liebreizende Nachbarschaft wird unter Beschuss genommen und Episoden aus dem wahren Leben werden lebendig. Durch ihre humorvolle Erzählweise, teils naiv und teils spitzfindig, brachte Gampper den Gemeindesaal zum Toben. Den Text zum Mundartstück haben Margret Gampper und der saarländische Mundartdichter Horst Lang gemeinsam geschrieben. Abschließend meinte Gampper: "Jetzt steh ich do scho iwwer een Stunn an der Haltestell' unn die annere senn emmer noch net do, ich nehm eich med no Idalie." Dafür hätte es allerdings mindesten zwei Busse benötigt, denn mit 120 Zuschauern war diese Vorstellung ausverkauft. Die Programmverantwortliche und Organisationsleiterin des katholischen Pfarrgemeinderats Landsweiler-Reden , Imka Marx, war mit dem Abend sehr zufrieden. Sie sagte zur SZ: "Wir versuchen, Künstler zu engagieren, die noch bezahlbar sind, denn vom Erlös fließt ein Teil der Gelder in die Renovierung der Kirche Herz Jesu." Besucher wie Irmgard Quack aus Steinbach oder Rita und Joachim Kern aus Friedrichsthal sagten abschließend: "Ein sehr schöner Abend ging zu Ende, wir hatten alle wunderbaren Spaß und sehr viel zum Lachen."