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Fußball
Wiesbachs bislang wichtigster Sieg

Wiesbach. Der FC Hertha Wiesbach hat am Samstag das Kellerduell der Fußball-Oberliga gegen den SC Idar-Oberstein vor 350 Zuschauern mit 3:1 (1:0) gewonnen. Dadurch kletterte das Team von Trainer Michael Petry vor dem Derby beim VfB Dillingen auf Platz zwölf. Von Philipp Semmler

Das war der bislang wichtigste Saisonsieg von Fußball-Oberligist FC Hertha Wiesbach. Die Gelb-Schwarzen bezwangen am Samstag den Tabellendrittletzten SC Idar-Oberstein mit 3:1 (1:0). Dadurch verließ der Club die Abstiegsränge und kletterte von Rang 14 auf Platz zwölf. Zudem hielt die Elf von Trainer Michael Petry den Gegner auf Distanz: Bei einem Sieg der Gäste wären diese punktgleich mit der Hertha gewesen. „In unserer Lage war es einfach wichtig, dass wir drei Punkte geholt haben. Egal wie“, erklärte Hertha-Trainer Petry nach dem Schlusspfiff strahlend. „Schön spielen zählt da nicht, sondern über 90 Minuten dagegen halten. Das haben wir heute getan.“ Bedient war dagegen sein Idar-Obersteiner Trainerkollege Murat Yaser: „Mir fällt es schwer, Worte zu finden. Die Niederlage wäre für uns vermeidbar gewesen“, stöhnte der SC-Übungsleiter.


In den ersten 45 Minuten passierte vor 350 Zuschauern lange wenig, ehe es Sekunden vor der Pause gleich zwei Aufreger gab. Den ersten, als Wiesbachs defensiver Mittelfeldspieler Hendrik Schmidt nach einem Foul von Felix Ruppenthal im Mittelfeld verletzt liegen blieb. Schmidt, der nach muskulären Problemen gerade erst wieder in die Startelf zurückgekehrt war, musste ausgewechselt werden. „Hendrik hat einen Tritt in die Achillessehne bekommen und ist dann umgeknickt. Das sah nicht gut aus“, erklärte Petry. Beim 24-Jährigen besteht der Verdacht auf einen Bänderriss.

Nur Augenblicke nach dieser Szene kam Wiesbach nach einem Ballverlust der Gäste im Angriffsspiel in Ballbesitz. Und dann ging die Post ab: Giovanni Runco schickte Ruddy M’Passi auf der linken Seite auf die Reise. Der Franzose lief Richtung Grundlinie und flankte in die Mitte. Hertha-Stürmer Djibril Diallo verpasste dort den Ball um Haaresbreite. Aber sein hinter ihm stehender Gegenspieler Thiago Reis Viana beförderte das Leder beim Klärungsversuch zum 1:0 für die Gastgeber ins lange Eck.



Genau so gut wie die erste Hälfte für Wiesbach aufhörte, begann auch die zweite: In der 49. Minute zirkelte Runco eine Ecke vor das Tor. Kilian Staroscik legte mit dem Kopf für M’Passi auf und der beförderte das Spielgerät – ebenfalls mit dem Kopf – zum 2:0 unter die Latte.„Endlich haben wir ein Tor nach einem Standard gemacht“, sagte Petry zufrieden. In den vergangenen Wochen war seine Elf bei Ecken und Freistößen wenig erfolgreich gewesen. „Und natürlich freut es mich für Ruddy, dass er mal wieder getroffen hat.“ Neuzugang M’Passi hatte in den ersten drei Begegnungen drei Treffer erzielt, in den folgenden zehn Partien blieb er aber ohne Torerfolg.

Die Entscheidung war das 2:0 aber noch nicht: Idar-Oberstein verkürzte durch einen Drehschuss von Justus Klein auf 1:2 (59. Minute). Danach ließen die Gäste zwei Großchancen zum 2:2 ungenutzt. Alex Ricardo Xavier Do Nascimento scheiterte an Hertha-Keeper Julian Wamsbach. Ruppenthal schoss, nachdem er den Torwart schon ausgespielt hatte, aus spitzem Winkel am Tor vorbei.Treffsicherer zeigte sich sechs Minuten vor Schluss Runco auf der Gegenseite. Nach einem Konter dribbelte sich der stark aufspielende Marcel Schorr durchs Mittelfeld und legte für Runco auf. Der 22-Jährige schlenzte die Kugel daraufhin zum 3:1-Endstand ins lange Eck.

Für Wiesbach steht nun am kommenden Samstag um 14.30 Uhr das Saarderby bei Aufsteiger VfB Dillingen an. Die Hüttenstädter sind Vorletzter. Mit einem weiteren Sieg könnte sich Wiesbach weiter von der Abstiegszone absetzen.