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Enkeltrick
Polizei im Nordsaarland warnt vor dem Enkeltrick

Merzig-Wadern. () Im Saarland, insbesondere aktuell im Bereich Saarbrücken und im Saar-Pfalz-Kreis, mehren sich aktuell nochmals Vorfälle, bei denen ältere Mitmenschen um ihr Geld betrogen werden — das teilt die Polizeiinspektion (PI) Nordsaarland mit.

Diese Betrüger machen sich den so genannten Enkel-Trick zunutze, bei dem sie sich am Telefon als ein Verwandter der älteren Herrschaften ausgeben, erläutert Armin Stengel, Polizeihauptkommissar und stellvertretender Leiter der Polizeiinspektion Nordsaarland. „Rate mal, wer hier spricht.“ So eröffnen die Betrüger meistens ein längeres Telefonat, mit dem der Täter Namen von Verwandten oder Bekannten, überwiegend Enkeln, herausfinden will.


Die Betrüger klingeln dann persönlich an der Haustür der Senioren, die sie zuvor angerufen haben. Sie behaupten dann häufi, ein Auto kaufen zu wollen, jedoch fehle hierzu noch ein gewisser Geldbetrag, dass ein Angehöriger erkrankt sei und operiert werden müsse, dass eine Notlage vorläge und hierzu Geld benötigt werde. Manche behaupten laut Polizei bereits am Telefon, dass sie sich im Ausland aufhielten und in Geldnöten steckten. Die Täter nutzen nach Polizeiangaben die Aufregung und die Hilfsbereitschaft insbesondere älterer Mitmenschen aus.

Um Betrügern nicht in die Falle zu gehen, gibt die Polizei  Tipps. Erstens sollten Senioren am Telefon sagen, dass Sie erst mit einem anderen Verwandten darüber sprechen wollen und den Hörer auflegen. Zweitens sollten sie sich ein gesundes Maß an Mißtrauen gegenüber Fremden erhalten. Drittens sollten sie in einem Telefonat keine persönlichen familiären Details oder finanzielle Verhältnisse preisgeben. Auch sollten sie bei verdächtigen Anrufen durch Fremde sofort die Polizei verständigen. Und schließlich: Sollten sie niemals fremden Personen Geld geben, betont die Polizei.

Infos unter Tel. (0 68 71) 9 00 10.