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Handball: Handball-Leckerbissen im Thielspark

Handball : Handball-Leckerbissen im Thielspark

Erst-, Zweit- und Drittliga-Teams aus drei Nationen sorgen am Wochenende beim Ernst-Thiel-Cup für Spitzenhandball. Der runderneuerte Saarland- liga-Kader des gastgeben- den HSV Merzig-Hilbrin- gen präsentiert sich seinen Fans in einem Testspiel.

Am kommenden Wochenende ist es wieder soweit: Der HSV Merzig-Hilbringen serviert den saarländischen Handball-Fans beim 5. Ernst-Thiel-Hummel-Cup Handball der Extraklasse. Erst-, Zweit- und Drittliga-Klubs aus drei Nationen testen in der Thielspark-Halle ihre Frühform und machen zwei Tage lang Jagd auf Tore und den begehrten Pokal. Die Zuschauer erwartet ein exquisiter Appetitanreger auf die kommende Saison.

Das Starterfeld des laut Ausrichter bestbesetzten Vorbereitungsturniers im Südwesten kann sich sehen lassen: TSG Ludwigshafen-Friesenheim (1. Handball-Bundesliga), Bregenz Handball (österreichischer Rekordmeister), HB Esch (1. Liga Luxemburg, Meister und Pokalsieger), Grand Nancy Métropole Handball (2. Liga Frankreich), TV Hochdorf (3. Bundesliga) sowie die HG Saarlouis (2. Bundesliga).

„Wir sind bei der Premiere mit Mannschaften aus der 2. Bundesliga gestartet. Heute begrüßen wir Spitzenteams aus ersten Ligen. Bregenz und Esch kämpfen auf europäischer Ebene um den EHF-Pokal. Ludwigshafen-Friesenheim möchte sich in der 1. Handball-Bundesliga etablieren“, schwärmt Mit-Veranstalter Ralf-Michael Zapp, der mit der Ur-Enkelin von Ernst Thiel (Merziger Bürgermeister von 1887 bis 1917) verheiratet ist.

Dirk Ströker ist nicht minder begeistert. „Wir sind mächtig stolz, dass wir trotz der kurzen Vorbereitungsphase wegen des Führungswechsels im Verein so ein attraktives Teilnehmerfeld zusammenbekommen haben. Es ist wohl das bis dato bestbesetzte Turnier“, sagt der Vorsitzende des HSV Merzig-Hilbringen. Dies sei aber auch der Grund, warum die 1. Männermannschaft seines Vereins erstmals passen werde. Nach dem Abstieg aus der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar und dem Verlust vieler Leistungsträger befindet sich das Team im Neuaufbau. Folge: In den Duellen mit den übermächtigen Profis würden sich die überregional meist unerfahrenen „Jung-Wölfe“ nur blutige Nasen holen. Deftige Klatschen wären garantiert. „Die Herausforderung ist für das blutjunge Team zu groß. Das Risiko, den gerade neu entfachten Funken Selbstvertrauen wieder zu löschen, haben wir vermieden“, sagt der HSV-Boss.

Das Testspiel gegen DJK MJC Trier war somit die bessere Wahl. Im Duell mit dem Verbandsligisten will sich die von Neu-Trainer Michael Göbel trainierte Saarlandliga-Truppe am Sonntag um 11.30 Uhr den eigenen Fans vorstellen.

In der Vorrunde des Cups (Samstag, ab 13 Uhr) und den Platzierungsspielen am zweiten Tag (ab 14 Uhr) wollen die HSV-Spieler den Bundesliga-Teams zudem in die Trickkisten schauen, von den Profis lernen und den Lokalmatadoren die Daumen drücken. Nachdem die HG Saarlouis dem HC Erlangen im letzten Finale nur knapp im Siebenmeter-Krimi unterlag, peilt das Zweitliga-Team um Trainer Jörg Bohrmann dieses Jahr den zweiten Cup-Sieg an. „Es wäre schön, wenn der Pokal im Saarland bleibt. Ich drücke aber besonders den Zuschauern die Daumen, dass sie attraktive Spiele zu sehen bekommen, Handball auf Top-Niveau“, sagt Dirk Ströker. Ein Wunsch der bei dieser Masse an Klasse, garantiert in Erfüllung gehen wird.