| 20:09 Uhr

Handball
Gipfeltreffen im Merziger Thielspark

HSV-Torjäger Dejan Pavlov in Aktion. Rechtzeitig zum Spitzenspiel scheint die Speerspitze im Wölfe-Angriff wieder topfit und besonders torhungrig zu sein.
HSV-Torjäger Dejan Pavlov in Aktion. Rechtzeitig zum Spitzenspiel scheint die Speerspitze im Wölfe-Angriff wieder topfit und besonders torhungrig zu sein. FOTO: Dillschneider
Merzig. Im Topspiel der Handball-Saarlandliga fordert der HSV Merzig-Hilbringen an diesem Sonntag Liga-Primus Homburg heraus. Mit einem Heimsieg kann der Tabellenzweite den Titelkampf wieder spannend machen. Von Roland Schmidt

Die „Wölfe“ sind hungrig und sie gieren nach Beute. Da kommt der „Platzhirsch“ der Handball-Saarlandliga an diesem Sonntag gerade recht. Wenn der HSV Merzig-Hilbringen um 18 Uhr Tabellenführer HWE Homburg zum „Duell der großen Tiere“ bittet, dürfte es in die Thielspark-Halle zur Sache gehen.


Sechs Punkte beträgt der Vorsprung des Tabellenführers sieben Spieltage vor Schluss. Klar, dass der Top-Favorit sein Polster festigen und der schärfste Verfolger die womöglich letzte Chance im Titelkampf nutzten möchte. „Die Ausgangslage ist klar. Wir wollen den Tabellenführer nicht nur ärgern, sondern als Wölfe dafür sorgen, dass beide Punkte im Revier bleiben“, sagt Michael Göbel dem Spitzenreiter den Kampf an.

Das Gäste-Team um Spielertrainer Thomas Zellmer stehe zu Recht an der Spitze, gibt der HSV-Trainer anerkennend zu. Die HWE Homburg sei auf allen Positionen stark besetzt und im Angriff variantenreich und druckvoll. „Viele Tore erzielen sie auch von den Außenpositionen und vom Kreis“, beschreibt Göbel die Stärken der Gegner und bereitet seine Abwehr auf einen stressigen Abend vor.

Im Angriff trifft der HSV auf eine hart zupackende und bewegliche Deckungsreihe. „Die gilt es, mit Geduld und Spielwitz zu überwinden. Wir werden die Aufgabe mit Kampfgeist, Dynamik und Tempo angehen“, sagt Göbel. Und zudem gilt es noch etwas wettzumachen. Denn in der Hinrunde kassierte der HSV eine 24:27-Niederlage.

Ob nun die Revanche gelingt? Göbel verspricht den Fans auf jeden Fall ein Duell mit offenem Visier. Der Trainer ist zuversichtlich, denn nach den dem Neuaufbau geschuldeten Startproblemen hat sich seine junge Mannschaft weiterentwickelt – und zu einer schlagkräftigen Einheit formiert. Kernstück der Defensive (mit den wenigsten Gegentreffern der Liga) ist der starke Abwehrmittelblock um Marcel Rudolph und Maurice Duchêne. Auch die „jungen Wilden“ Sascha Becker, Alex Bernardy, Lucas Schwindling und Micha Zimmer finden sich im Kader immer besser zurecht. Rechtzeitig zum „Elefantentreffen“ kommt auch Torjäger Dejan Pavlov wieder in Form. Kapitän David Pfiffer hat Spaß an der neuen Spielmacher-Rolle gefunden und wird wie immer Vollgas geben.



Ob es gegen das Top-Team reicht und das Titelrennen wieder offener wird, muss sich am Sonntag auf dem Feld zeigen. Ein variabler Matchplan liegt jedenfalls vor. Göbels Ziel ist klar: „Wir werden alles versuchen, um dem Spitzenreiter ein Bein zu stellen.“ Die Wölfe sind hungrig und angriffslustig.

Torhungrig zeigte sich auch der TuS Brotdorf beim 46:28-Heimsieg gegen die HF Illtal II. Am Sonntag treten die Wombats beim HC Schmelz an. Anpfiff in der Primshalle ist um 18 Uhr.