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Kinowerkstatt St. Ingbert
Von Katzen, Eisenbahnen und Punk

Kedi – von Katzen und Menschen“, ein Film von Ceyda Torun, gedreht in Istabul.
Kedi – von Katzen und Menschen“, ein Film von Ceyda Torun, gedreht in Istabul. FOTO: Weltfilm Filmverleih
St. Ingbert. Die Kinowerkstatt St. Ingbert zeigt im aktuellen Programm unter anderem Filme zum Thema Eisenbahn, feiert mit „The great Rock’n’Roll Swindle“ 40 Jahre Punk und präsentiert einen Klassiker der Augsburger Puppenkiste. red

Vor 150 Jahren gab es für St. Ingbert einen Anschluss ans Eisenbahnnetz und mit der Eröffnung der Linie St. Ingbert - Hassel – Homburg – Kaiserslautern im Jahre 1867 war man nun an die Welt angeschlossen. Grund genug, das 150-jährige Jubiläum gebührend zu feiern: Die Kinowerkstatt St. Ingbert und das Stadtarchiv zeigen dieses und nächstes Wochenende Filme zum Thema Eisenbahn, beispielsweise „Union Pacific“ (USA 1939, 135 Minuten); Regie: Cecil B. DeMille mit Joel McCrea, Barbara Stanwyck, Robert Preston, zu sehen am heutigen Freitag, 22. September, und am Sonntag, 24. September, jeweils um 20 Uhr. Zwischen den Eisenbahngesellschaften Union Pacific und Central Pacific kommt es zwischen 1862 und 1869 zu einem Wettstreit im Streckenbau. Zielort ist die Stadt Ogden in Utah. Bankdirektor Asa Barrows will durch Unterstützung der Central Pacific seinen Reichtum mehren. Er heuert den Abenteurer Sid Campeau an, damit er die Arbeiten der Union Pacific sabotiert. Drei Jahre später schickt die Union Pacific die erste Lok auf die Schienen. Jeff Butler soll dabei für Ordnung und Sicherheit. Probleme machen besonders Spiel- und Trunksucht der Arbeiter. Der Film feierte am 27. April 1939 in Omaha in Nebraska, dem Ausgangspunkt der Union Pacific Railroad, seine Premiere.



Der Spielfilm „Die Brücke am Kwai“ (Großbritannien, USA 1957, 156 Minuten, FSK 12) von David Lean mit Alec Guinness, William Holden, Jack Hawkins, basiert auf dem gleichnamigen Roman von Pierre Boulle. Der Filmklassiker läuft am Samstag, 23. September um 20 Uhr. Die titelgebende Brücke ist historisch; sie überquert in der Nähe der thailändischen Stadt Kanchanaburi den Mae Nam Khwae Yai (Khwae-Yai-Fluss). Der Film handelt von einer Gruppe britischer Kriegsgefangener in einem japanischen Lager in Burma. Die Gefangenen sollen eine hölzerne Eisenbahnbrücke über den Mae Nam Khwae Yai (Khwae-Yai-Fluss - ‚‘Kwai`) errichten. Damit die Brücke termingerecht fertiggestellt wird, teilt der japanische Lagerkommandant Saito auch die britischen Offiziere zur Arbeit ein. Der Kommandeur des gefangengenommenen Bataillons, Offizier Lieutenant Colonel Nicholson, widersetzt sich diesem Befehl. Er beruft sich dabei auf die Genfer Konvention, die Japan allerdings nicht unterschrieben hat. Saito reagiert mit drastischen Strafen, lenkt aber schließlich ein – die Offiziere werden von der körperlichen Arbeit befreit und erhalten Führungstätigkeiten.

Eine wunderbar unterhaltsame Dokumentation über das Leben der zahlreichen wilden Katzen in Istanbul und über die Menschen, die sich um sie kümmern ist der Film „Kedi – von Katzen und Menschen“ (Türkei 2016, Regie: Ceyda Torun), den die Kinowerkstatt am Montag, 25. September, um 18 Uhr zeigt. In der Stadt gibt es schon seit den Tagen des Osmanischen Reiches tausende Katzen und Regisseurin Ceyda Torun zeigt, dass die possierlichen Tierchen nach wie vor ein essentieller Bestandteil des städtischen Lebens sind und hier friedlich und zum gegenseitigen Vorteil Seite an Seite mit den Menschen leben.

„Sie absorbieren alle deine negative Energie“, sagt ein Schuhverkäufer über die Katzen. Ceyda Torun lässt die zweibeinigen Bewohner Istanbuls zu Wort kommen - und stellt sieben der niedlichen Tiere vor. Diesen sieben Katzen folgt Torun durch die Straßen Istanbuls, durch kleine Gassen, über Häfen und Märkte und selbst über die Dächer der Metropole am Bosporus.

Den Kultfilm schlechthin „The Great Rock‘n’Roll Swindle“ (Grossbritannien 1980) von Julian Temple mit Musik der Sex Pistols zeigt die Kinowerkstatt am Montag, nur um 20 Uhr in der englischen Originalfassung – und feiert damit 40 Jahre Punk. „Der Film erzählt eine stilisierte, fiktionale Version der Geschichte der Band, ihres Aufstiegs sowie ihrer späteren Auflösung aus der Perspektive ihres damaligen Managers Malcolm McLaren. Im Film gibt McLaren vor, die Sex Pistols gegründet und sie an die Spitze des Musikgeschäfts gebracht zu haben, indem er sie als Marionetten für seine eigenen Absichten missbrauchte. Weiterhin beansprucht er die finanziellen Erlöse aus den Auftritten in der kurzen Geschichte der Band. Schlagzeuger Paul Cook und Gitarrist Sid Vicious spielen kleinere Rollen im Film, ebenso der damals flüchtige Zugräuber Ronald Biggs.

Nach Lummerland geht es am Sonntag, 24. September, um 16 Uhr für kleine und große Liebhaber der Augsburger Puppenkiste, denn auch dort gibt es eine Eisenbahn, mit der man auf Reisen gehen kann. Eine Insel mit zwei Bergen, genannt Lummerland, ist die Heimat von Lukas, dem Lokomotivführer. Eines Tages bringt der Briefträger ein Paket nach Lummerland. Darin befindet sich Jim Knopf. Der Junge wird bald der beste Freund von Lukas. Als auf Lummerland akuter Platzmangel ausbricht, machen sie sich gemeinsam auf die Reise, erleben spannende Abenteuer, treffen so merkwürdige Wesen wie den Scheinriesen Tur-Tur und retten schließlich die chinesische Prinzessin Li-Si aus dem Drachenland.

Die „Augsburger Puppenkiste“ ist immer noch sehr beliebt: Am kommenden Sonntag gibt es die Abenteuer von Lukas dem Lokomotivführer, Urmel und Jim Knopf in der Kinowerkstatt zu sehen.
Die „Augsburger Puppenkiste“ ist immer noch sehr beliebt: Am kommenden Sonntag gibt es die Abenteuer von Lukas dem Lokomotivführer, Urmel und Jim Knopf in der Kinowerkstatt zu sehen. FOTO: dpa Picture-Alliance/Boris Roe / picture-alliance / dpa/dpaweb
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