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Freitstaat Saarpfalz
Von der Freiheitsliebe in der Saarpfalz

Eine gelungene Premiere feierte die Kabarettrevue „Freistaat Saarpfalz“ im März dieses Jahres im Homburger Forum.
Eine gelungene Premiere feierte die Kabarettrevue „Freistaat Saarpfalz“ im März dieses Jahres im Homburger Forum. FOTO: Beate Ruffing
St. Ingbert/Gersheim. Kabarettrevue „Freistaat Saarpfalz“ mit Marx, Ruge & Holzhauser kommt zu Gastspielen nach Gersheim und St. Ingbert. red

(red) Zum 200-jährigen Bestehen des Landkreises führt das Ensemble Marx, Ruge & Holzhauser in Kooperation mit der Siebenpfeiffer-Stiftung und dem Saarpfalz-Kreis die Kabarettrevue „Freistaat Saarpfalz“ auf. Nach der gelungenen Premiere im März dieses Jahres im Homburger Forum und einer weiteren Aufführung im April im Kirkeler Bildungszentrum stehen im September zwei weitere Gastspiele auf dem Programm: am Samstag, 15. September, im Kulturhaus Gersheim, und am Samstag, 22. September, im Pfarrheim St. Josef in St. Ingbert. Die Vorstellungen beginnen jeweils um 19.30 Uhr.


„Freistaat Saarpfalz“ ist eine Kabarettrevue der Gruppe Marx, Ruge & Holzhauser. In Conférencen und Musiktiteln bringt sie sowohl die bayerische Zeit des Landkreises im 19. Jahrhundert, die Verbindungen in die Gegenwart als auch aktuelle Gegebenheiten mit kabarettistischen Stilmitteln auf die Bühnen der Städte und Gemeinden im Saarpfalz-Kreis. Konsequent stehen inhaltlich die beiden großen Freiheitsbewegungen in der Region im Fokus des Programms. Das Hambacher Fest 1832 und die pfälzische Revolution 1849 stellen die historischen Kulissen für die Lieder wie für die Conférencen dar.

Vom frühen Freiheitsbegriff über Grenzprobleme bis zur Revolution und zum Krieg, von Siebenpfeiffer und Wirth bis zum FC Homburg, von der Situation der Bevölkerung während der Zugehörigkeit zu Bayern bis zu einer neuen Saarpfalzhymne reichen die Conférencen von Reiner Marx und die zum großen Teil neu komponierten und arrangierten Titel der sechs Musiker. Musikalisch geht es vom Marsch über den Swing bis zum Walzer, Pop und Rockrhythmen. Unter anderem bilden Volkslied, Musicalballade, Song, sogar das urbayerische Gstanzl die passenden Rahmen für die auch rebellischen Inhalte. Diese werden in den Textteilen immer wieder konterkariert durch die Sehnsucht des Conférenciers nach einer „neuen alten“ Monarchie. So entsteht schnell ein Konflikt zwischen dem eher „einfachen aufmüpfigen Kapellmeister“ Holzhauser, wohnhaft auf dem Bayerischen (!) Kohlhof und dem „habilitierten königstreuen Intellektuellen“ Dr. Reiner Marx. Eigene Texte und Kompositionen sowie neue Arrangements bilden den musikalischen Mittelpunkt. Darüber hinaus greifen Marx, Ruge & Holzhauser unter anderem auf die einschlägigen Hambacher Lieder, Heinrich Heine, Kurt Tucholsky, Georg Danzer und das Musical „Marie Antoinette“ zurück.



„Freistaat Saarpfalz“ ist eine Revue mit nahezu allem, was das Kabarett an Stilmitteln zu bieten hat. Das Publikum wird an wenigen Stellen geneigt sein mitzusingen, aber auch wieder zu verstummen, um dann laut zu lachen, auch wenn das Lachen mal im Hals stecken bleibt.

Der Reigen der Aufführungen im Saarpfalz-Kreis schließt sich am 20. Oktober im Homburger Forum. Diese Aufführung ist dem 30-jährigen Jubiläum der Siebenpfeiffer-Stiftung gewidmet. Es sind auch noch Vorstellungen an Spielstätten außerhalb des Saarpfalz-Kreises in Planung.

Der Eintritt ist frei; aufgrund des begrenzten Platzangebotes ist jedoch eine Anmeldung erforderlich ab dem 20. August unter Tel. (0 68 41) 1 04 82 11 oder per E-Mail an veranstaltungen@saarpfalz-kreis.de. Am Ende der jeweiligen Veranstaltung wird um eine Spende für die Siebenpfeiffer-Stiftung gebeten.