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Saar-Piraten wollen Klarheit über Steinbruch-Erweiterung

Rubenheim. Anlässlich der geplanten Erweiterung des Rubenheimer Steinbruchs durch die Firma Naturprodukte Rubenheim (Napru), fordern die Saar-Piraten die Regierung zur Stellungnahme auf

Rubenheim. Anlässlich der geplanten Erweiterung des Rubenheimer Steinbruchs durch die Firma Naturprodukte Rubenheim (Napru), fordern die Saar-Piraten die Regierung zur Stellungnahme auf. "Die Piraten wollen wissen, ob die Ausweitung nun in Angriff genommen werden soll und ob ein solches Vorhaben - angesichts des dort liegenden Naturschutzgebietes - überhaupt vertreten werden kann", heißt es in einer Presseerklärung. Die umweltpolitischen Sprecherin Jasmin Maurer: "Hier wird ganz klar über die Köpfe der Einwohner hinweg geplant, das Naturschutzgebiet wird bei der Entscheidungsfindung scheinbar ausgeblendet und schließlich gefährdet. Alles zugunsten marktwirtschaftlicher Interessen? Mir drängt sich die Vermutung auf, dass es hier nicht mit rechten Dingen zugeht, da bereits die letzte Erweiterung im Januar 2011 ungewöhnlich schnell durchgeboxt wurde." Die Piraten hätten die Bürgerinitiative gegen den Kalksteinabbau in Rubenheim unterstützt und seien bereits bei der Gründung dabei gewesen.Unterdessen hat auch der Kreisvorstand der Saarpfalz-Piraten beschlossen, die Bürgerinitiative in ihrem Begehren nach Offenlegung der gesamten Vorgänge um die Genehmigung des Steinbruchs in Rubenheim politisch zu unterstützen. "Die Bürger haben ein Recht darauf zu erfahren, wie ihre Vertretungen in den Orts- und Gemeinderäten in dieser Frage entschieden haben", so der stellvertretende Kreisvorsitzende Heinz-Leo Laturell aus Herbitzheim. "Zu hinterfragen ist, unter welchen Umständen die Genehmigung zum Kalkabbau unter der Verantwortung der damals grünen Umweltministerin Peter erteilt wurde."


Der Rubenheimer Pirat Bernhard Kraus plädiere für mehr direkte Demokratie und fordere obligatorische Bürgerversammlungen, wie es zum Beispiel in Bayern üblich sei. red