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Leserbrief
Keine überstürzten Lösungen bitte!

Elstersteinpark red

Was das Projekt der Wiederherstellung des Elstersteinparks als Park und seiner Beweidung durch Ziegen und Schafe angeht, so habe ich den Eindruck, dass weniger das Projekt aus dem Ruder gelaufen ist, wie der OB sagt, als die Diskussion darüber. Aus dem engagierten Protest einer Gruppe von Anwohnern zu schließen, die Mehrheit der Bürger sehe die Nutzungsmöglichkeiten stark eingeschränkt (siehe SZ vom 20. Juni), halte ich für zumindest voreilig, zufriedene Bürger äußern sich bekanntlich selten öffentlich, so lange alles gut läuft. In den wenigen eingezäunten Waldflächen hat zuvor wohl kaum jemand die auch jetzt nach wie vor offenen Wege verlassen, um durch Gestrüpp und Unterholz zu wandern, und gleich angrenzend erstreckt sich frei zugänglicher Wald über Schüren bis Elversberg und Sulzbach als schönes Naherholungsgebiet. Die jetzt eingezäunten Wiesen waren ebenfalls vorher wenig genutzt, außer gelegentlich von Hundebesitzern als inoffizieller Hundeauslauf. Auf der anderen Seite boten bis vor Kurzem die weidenden Ziegen und Schafe eine nette Attraktion für Leute mit Kindern sowohl aus der Nachbarschaft als auch aus dem DRK-Heim oder auch für die Senioren aus dem Altenheim. Auch die schönen alten und teils seltenen Bäume aus dem früheren Park kommen bei der jetzt in Angriff genommenen Gestaltung besser zur Geltung und lassen sich besser erhalten als im bisherigen Zustand.


Für Detailprobleme wie etwa Bälle, die vom Bolzplatz an der Elstersteinstraße über den Zaun fliegen, lassen sich sicherlich Lösungen finden, ohne das Kind mit dem Bade auszuschütten. Das Bemühen des Ortsvorstehers um solche Lösungen bei gleichzeitiger Weiterführung des Projekts möchte ich als Anwohner der Elstersteinstraße nachdrücklich unterstützen und dem jetzt von manchen stark angefeindeten Herrn Krick meinen Dank für seine Mitwirkung an diesem Projekt aussprechen.

Rainer Schulze-Pillot-Ziemen,St. Ingbert