| 20:25 Uhr

Fußball
Der Trainer aus dem Jungbrunnen

Blickweilers Trainer Melori Bigvava (am Ball) wechselt sich ab und an noch selbst ein. Und bindet direkt drei Mann.
Blickweilers Trainer Melori Bigvava (am Ball) wechselt sich ab und an noch selbst ein. Und bindet direkt drei Mann. FOTO: MISCHA
BLICKWEILER/BEBELSHEIM. Fußball-Landesligist SG Blickweiler-Breitfurt verzeichnete zulezt drei Siege in Folge. Auch dank des 55-jährigen Trainers Melori Bigvava. Von Stefan Holzhauser

Der Tabellenneunte SG Blickweiler-Breitfurt hat derzeit in der Fußball-Landesliga Ost einen Lauf. Die Mannschaft von Trainer Melori Bigvava konnte die letzten drei Spiele gewinnen. Dabei gab es ein 2:0 beim SV Genclerbirligi Homburg, ein 5:1 gegen den SC Blieskastel-Lautzkirchen und zuletzt ein 3:1 beim TuS Rentrisch. „Diese drei Spiele haben wir alle verdient gewonnen. Es waren große Schritte in Richtung Klassenerhalt. Noch sind wir aber nicht ganz durch und müssen noch einige Punkte holen“, betont Bigvava.


Der mittlerweile 55-Jährige scheint ein ewiger Jungbrunnen zu sein. Ab und an wechselt er sich noch selbst ein und bindet dann gleich aufgrund seiner Erfahrung zwei bis drei Gegenspieler. Er legt wichtige Bälle auf und kann sich immer noch regelmäßig in die Torschützenliste eintragen. „Wir haben einen kleinen Kader. Von daher helfe ich immer wieder einmal gerne aus“, bleibt „Biggi“ gewohnt bescheiden. Allerdings ist nach dieser Saison Schluss bei der SG. Nach zwei Jahren als Spieler und vier weiteren als Trainer wird Bigvava seine Amtszeit beenden.

Er wohnt in Elversberg und war in Sachen Fußball immer schon etliche Kilometer im Jahr unterwegs. „Konkret ist noch nichts. Falls sich etwas Interessantes ergibt, habe ich auch weiterhin kein Problem damit, viele Kilometer zu fahren. Wenn nicht, dann lege ich eben eine Pause ein“, meint der Trainer, der bei der SG von Volker Barth beerbt wird (die SZ berichtete). Als erster Sommer-Neuzugang für die SG steht bereits Robin Haczynski vom Bezirksligisten SG Rubenheim-Herbitzheim-Bliesdalheim fest. Der 24-Jährige trug zuvor das Trikot des Verbandsligisten SV Bliesmengen-Bolchen.

Am Sonntag empfängt die SG Blickweiler-Breitfurt um 15 Uhr in einem Kreis-Derby den stark abstiegsgefährdeten Tabellen-13. SVG Bebelsheim-Wittersheim. „Wir haben dort 1:2 verloren und noch etwas gutzumachen“, betont Bigvava. Dagegen meint der SVG-Vorsitzende Gerd Keipert: „Wir haben momentan leider keine gute Phase. Beim 3:4 gegen Rentrisch und beim 2:2 beim SV St. Ingbert war die Chancenverwertung jeweils katastrophal. Beim jüngsten 0:4 zu Hause gegen Walsheim haben wir eine grottenschlechte Leistung abgeliefert.“

Dass im Kampf um den Ligaerhalt jeder Punkt wichtig ist, sei von Spielertrainer Arif Karaoglan und ihm der Mannschaft oft genug gesagt worden. Man rechne bei der SVG Bebelsheim-Wittersheim mit zwei bis drei Absteigern.