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DGB zeigt Solidarität
Das Ultimatum findet beim DGB Unterstützung

St. Ingbert. DGB: Pflegepersonal im Kreiskrankenhaus handelt auch im Interesse der Patienten. red

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat sich in einer Pressemitteilung solidarisch erklärt mit den Zielen des Ultimatums, das die Gewerkschaft Verdi und die Pflegekräfte der Intensivstation der Geschäftsführung des Kreiskrankenhauses in St. Ingbert



gestellt haben. Der Kreisvorsitzende des DGB, Rainer Tobae, schrieb nach eigenen Angaben an die Pflegekräfte der Station unter anderem: „Der Pflegenotstand wird mit jedem Tag dramatischer. Ihr spürt es jeden Tag, es kann so nicht mehr weiter gehen.“ Der DGB erwarte von den Krankenhausarbeitgebern, dass endlich die Gesetze zum Arbeits- und Gesundheitsschutz eingehalten werden. Grundvoraussetzung dazu sei jetzt mehr Personal. „Wir unterstützen die Forderungen Eures Ultimatums. Das Kreiskrankenhaus St. Ingbert steht in der Verantwortung für eine ausreichende Besetzung Eurer Station zu sorgen“, so Tobae.

Der Gewerkschafter weiter: „Wenn Verdi davon spricht, dass es Schichten gibt, bei denen lediglich zwei Pflegekräfte acht schwerkranke Intensivpatienten versorgen, ist das ein unüberhörbares Alarmzeichen.“ Es sei gut, dass die Krankenhausleitung mit Betriebsrat und Betroffenen reden wolle, besser wäre es allerdings, die Gesundheitsexperten von Verdi mit in die Gespräche einzubinden. Den Arbeitnehmern der Region läge eine gute Zukunft des Kreiskrankenhauses sehr am Herzen. „Zu einem tragfähigen Zukunftskonzept gehört nach Auffassung des DGB eine ausreichende Personalausstattung untrennbar dazu“, meint Tobae.