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Fußball-Oberliga
FSV Jägersburg geht mit Pleite in die Winterpause

Jägersburgs Torjäger Murat Adigüzel (rechts) will abziehen, er wird aber vom Pfeddersheimer Christopher Ludwig (links) bedrängt.
Jägersburgs Torjäger Murat Adigüzel (rechts) will abziehen, er wird aber vom Pfeddersheimer Christopher Ludwig (links) bedrängt. FOTO: Stefan Holzhauser
JÄGERSBURG. Der Fußball-Oberligist war vor allem in der zweiten Hälfte gegen die TSG Pfeddersheim ohne Chance.

Lange Zeit hatte es am vergangenen Samstag für die Oberliga-Fußballer des FSV Jägersburg nicht nach einer Heimniederlage gegen den Tabellenvierten TSG Pfeddersheim ausgesehen. Trotz erheblicher Personalprobleme hatte die Mannschaft von Trainer Thorsten Lahm in der ersten Halbzeit ein Chancenplus, musste sich aber letztlich noch deutlich mit 1:4 (0:1) geschlagen geben.


Die Gäste waren bereits nach zwei Minuten durch einen unhaltbaren 25-Meter-Sonntagsschuss am Samstagnachmittag von Fabio Schmidt mit 1:0 in Führung gegangen. Anschließend gab es allerdings für die Rheinhessen bis zum Pausenpfiff keine nennenswerte Einschussmöglichkeit mehr. Auf der Gegenseite fand gleich zwei Mal Florian Steinhauer im jeweils gut reagierenden TSG-Schlussmann Patrick Stofleth seinen Meister (4., 40.). Und zu allem Überfluss scheiterte auch noch Alexander Schmieden im Anschluss an eine Ecke aus kurzer Distanz an der Latte (6.). Somit wäre für die Jägersburger zur Pause mindestens ein Unentschieden verdient gewesen.

Dass der 4:1-Erfolg der Gäste vor 150 Zuschauern am Ende aber auch in dieser Deutlichkeit in Ordnung ging, lag an den zweiten 45 Minuten. In diesem Zeitraum bekamen die Jägersburger keinen Zugriff mehr aufs Spiel. Der zur Pause eingewechselte Sebastian Kaster traf nach 53 Minuten zum 0:2. Die Jägersburger reklamierten in dieser Situation vergeblich auf Abseits. Zuvor hatte bereits TSG-Torjäger Andreas Buch eine Großchance ausgelassen, als er aus spitzem rechten Winkel an FSV-Keeper Mirko Gerlinger scheiterte (48.).



20 Minuten vor dem Schlusspfiff machte es Buch dann besser als bei seiner ersten Einschussmöglichkeit und zirkelte den Ball aus 16 Metern zum 0:3 ins rechte Eck. Im Anschluss an einen sehenswerten Spielzug traf der angeschlagene Joker Luis Kiefer zum 1:3 für den FSV (85.). Und vielleicht wäre es für die Gäste sogar noch einmal ganz eng geworden, hätte nicht Stofleth gegen den einschussbereiten Arbnor Qorovigi das mögliche 2:3 verhindert (87.). Kaster ließ noch seinen zweiten Tagestreffer zum 1:4-Endstand folgen (89.). „Die Pfeddersheimer strotzen nur so voller Selbstbewusstsein. Bei uns laufen die Qualitätsspieler ihrer Form hinterher“, meinte Lahm.

Für die Jägersburger war es das letzte Spiel vor der Winterpause.Der Tabellen-13. hat derzeit sechs Punkte Vorsprung vor dem ersten sicheren Abstiegsplatz 17. Es könnte aber durchaus noch zu mehr Absteigern kommen. Von daher hofft Lahm, dass sich nun in der Winterpause die vielen verletzten und angeschlagenen Spieler erholen können. Allerdings wird ihm zu Jahresbeginn mit Frederic Ehrmann ein früherer Leistungsträger weiterhin fehlen. Der technisch versierte Mittelfeldspieler kehrt voraussichtlich erst Ende März von seinem beruflichen Aufenthalt in London zurück. „Wir benötigen jetzt dringend die Zeit, um mental und körperlich wieder regenieren zu können. Im neuen Jahr werden wir dann alles in die Waagschale hineinwerfen, um den Klassenverbleib zu schaffen“, sagte der Jägersburger Trainer.