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Fußball
Großes Derby steigt in Bliesmengen

SAARPFALZ-KREIS. Am Sonntag sind die fünf Mannschaften aus dem Saarpfalz-Kreis im Einsatz. Der FSV Jägersburg II empfängt die SG Bostalsee. Limbach und Marpingentreffen aufeinander und die SG Ballweiler-Wecklingen-Wolfersheim will gegen Habach oben dranbleiben. Ein Derby gibt es in Mengen. Von Stefan Holzhauser

In der Fußball-Verbandsliga Nordost waren am vergangenen Mittwoch die Nachholspiele FC Lautenbach gegen SG Marpingen-Urexweiler (0:5) und FC Palatia Limbach gegen SV Bliesmengen-Bolchen (1:2 ) über die Bühne gegangen. Am Sonntag sind die fünf Mannschaften aus dem Saarpfalz-Kreis zu unterschiedlichen Zeiten im Einsatz. Der FSV Jägersburg II ist um 15 Uhr im Heimspiel gegen die SG Bostalsee Favorit. Zeitgleich kommt es zwischen dem FC Palatia Limbach und der SG Marpingen-Urexweiler zu einem interessanten Verfolgerduell. Um 17 Uhr will die SG Ballweiler-Wecklingen-Wolfersheim mit einem Heimsieg in Wolfersheim gegen den SV Habach in der Tabelle ganz oben dranbleiben.


Bereits um 16.45 Uhr beginnt das Kreisderby zwischen dem SV Bliesmengen-Bolchen und der SpVgg. Einöd-Ingweiler. Der Aufsteiger aus Einöd-Ingweiler hat im bisherigen Saisonverlauf bereits unter Beweis gestellt, dass man an einem guten Tag jedem Gegner dieser Klasse gefährlich werden kann. Dennoch tritt der Liganeuling als Außenseiter beim amtierenden Vize-Meister an.

Beim SV Bliesmengen-Bolchen hat sich der Linksverteidiger Nico Valentini ins Rampenlicht gespielt. Der 20-Jährige studiert an der HTW Saarbrücken Wirtschaftsingenieurwesen. „In welche Richtung es später einmal beruflich gehen wird, weiß ich noch nicht. Es gibt viele Optionen“, sagt der Deutsch-Italiener. Er wohnt in Bliesransbach, wo er auch beim SC im Bereich der G-Jugendlichen mit dem Fußballspielen anfing. Im ersten Jahr bei den C-Junioren kam aufgrund einer SG erstmals der Kontakt mit dem SV Bliesmengen-Bolchen zustande.



Anschließend folgte der Wechsel zum C-Jugend-Regionalligisten JFG Saar-Halberg. „Mein Zwillingsbruder Paolo spielte damals für den 1. FC Saarbrücken. Sein Trainer Frank Bastian ist zur JFG gewechselt, so kam der Kontakt zustande. Es war schon ein Riesensprung aus der untersten Klasse in die Regionalliga“, sagt Valentini. Aufgrund einer in der Vorbereitung erlittenen Außenbandverletzung im Fuß musste er sich damals zunächst mit einer Jokerrolle begnügen, ehe er nachher Stammspieler war. Da die JFG Saar-Halberg mit der B-Jugend nicht so hoch spielte und auch viele Spieler wechselten, ging Valentini zur JFG Obere Saar. Dort blieb er bis einschließlich des zweiten Jahres bei den A-Junioren, mit denen er in der ersten Saison unglücklich aus der Regionalliga abstieg. Anschließend folgte der Wechsel zum SV Bliesmengen-Bolchen. Und seit dieser Saison sind in Mengen auch wieder sein Zwillingsbruder und er vereint. Sie waren seit dem ersten Jahr der C-Jugend getrennt gewesen und nur ab und an als Gegner aufeinander getroffen. Es sei ein tolles Gefühl, jetzt endlich wieder zusammen spielen zu können. Paolo ist als Sechser vor der Abwehr beim SVB ebenfalls Stammspieler.

Das Vorbild von Nico Valentini war Javier Zanetti von seinem Lieblingsverein Inter Mailand. Der Argentinier sei stets ein absoluter Leistungsträger gewesen und wurde aufgrund seiner großen Verdienste rund um den Verein nach Beendigung seiner Aktivenlaufbahn in den Vorstand von Inter aufgenommen. Und wie weit will es noch Nico Valentini bringen? „Da mache ich mir keinerlei Stress. Ich spiele Fußball, weil es mir Spaß macht. Dann sieht man, was sich ergibt“, meint er. Unterstützt wird er von seiner Freundin Kim, die ebenfalls äußerst fußballinteressiert ist. Seine Stärken seien die Allrounder-Fähigkeiten im Defensiv- und Offensivbereich, dagegen könne er körperlich noch zulegen. „Ich fühle mich hier im Verein richtig wohl. Es ist quasi eine große Familie“, betont der Linksverteidiger.