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Bruchhofer Kerb
Beatfever sorgten für die Kerbe-Stimmung

Nicht nur Mika (vorne) und Leon fanden an den beiden Kerbe-Tagen in Bruchhof-Sanddorf ihren Spaß bei der Fahrt auf dem Kinderkarussell.
Nicht nur Mika (vorne) und Leon fanden an den beiden Kerbe-Tagen in Bruchhof-Sanddorf ihren Spaß bei der Fahrt auf dem Kinderkarussell. FOTO: Markus Hagen
Bruchhof-Sanddorf. In Bruchhof-Sanddorf fand am Wochenende die alte Kirmes-Tradition eine vielversprechende Fortsetzung. Von Markus Hagen

Immer schwieriger wird es in kleineren Orten, die Kerb aufrecht zu erhalten. Sei es, dass es keine Schausteller mehr gibt, die ihr Fahrgeschäft hier aufbauen wollen, oder sei es, dass es keine Straußbuben und -mädchen für Umzug und Kerweredd gibt. In Bruchhof-Sanddorf gab es zwar am Wochenende keinen Kerwe-Strauß, keinen Umzug und keine Rede, doch die Kerb lebt, wie die vielen Besucher am Samstag und Sonntag auf dem Dorfplatz zeigten.


„Wir sind froh, dass wir dank vieler Mitarbeiter in den Vereinen unserer Dorfgemeinschaft unsere Kerbe-Tradition noch aufrecht erhalten können“, machte Ortsvorsteher Manfred Rippel deutlich. Diesmal fehlte zwar die übliche Tradition mit dem Treiben der Straußmädchen und -Buben an den beiden Kerwe-Tagen, aber im nächsten Jahr wird auch diese Kerbe-Tradition wieder stattfinden. „Kerbe-Strauß, Kerberedd und Umzug gehören einfach dazu und im nächsten Jahr werden wir dies auch wieder anbieten“, so die Information von Rippel.

Viele Ortsvereine und Einrichtungen aus der Bruchhof-Sanddorfer Dorfgemeinschaft waren am Wochenende mit einem Stand vertreten. Ob Kaffee und Kuchen, Würstchen oder Kinderbelustigungen, jeder teilnehmende Verein oder Einrichtung wie die örtliche Kindertagesstätte, der Hundeverein, die Bruchhofer Biker-Freunde und die protestantische Kirchengemeinde Bruchhof, Imker-Verein Homburg, CDU Ortsverein und die Kolpingfamilie war im Einsatz an den beiden Kerwe-Tagen. Höhepunkt am Samstagabend war der Auftritt der Band Beatfever auf der großen Bühne. „Ein echtes Erlebnis, das sehr viele Besucher anlockte“, berichtet Ortsvorsteher Manfred Rippel.



Während ein Kinderkarussell seine Runden drehte, war auch am Sonntag einiges los auf dem Kerwe-Platz in unmittelbarer Nähe der Grundschule. Das Thema „Umweltverschmutzung durch Plastikmüll“ stand im ökumenischen Gottesdienst am Morgen unter der Leitung von Pfarrerin Petra Scheidhauer von der evangelischen Kirchengemeinde Christuskirche Bruchhof-Sanddorf und Pastoralreferent Norbert Geis von der katholischen Kirchengemeinde Maria Hilf im Blickpunkt.

Später nahm dann Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind den obligatorischen Fassbieranstich vor und versprach, dass sich die Stadt mit einem finanziellen Zuschuss für eine Rampe als barrierefreier Zugang zur Christuskirche beteiligen werde. 180 Euro gab es für diesen Zugang zusätzlich. Der Betrag kam aus einer Versteigerung einer Lutherskulptur zusammen, die die evangelische Kirchengemeinde Bruchhof-Sanddorf anlässlich der 500-Jahr-Feier Luthers im vergangenen Jahr erhalten hatte.

Nicht nur die noch zu errichtende Rampe der Christuskirche wurde finanziell bedacht, sondern auch der Schulverein der Grundschule Bruchhof-Sanddorf und der Förderverein der Kindertagesstätte. Sie erhielten jeweils eine Spende in Höhe von 500 Euro, die die Dorfgemeinschaft Bruchhof-Sanddorfer Ortsvereine zur Verfügung stellte.