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IG Metall: „Zukunft des GE-Standorts Bexbach weiter akut gefährdet“

Bexbach. Die Lage bei General Electric Power spitzt sich nach Auskunft der IG Metall weiter zu. In der vergangenen Woche sei eine freiwillige Verhandlungsrunde über einen Interessenausgleich zwischen dem Management von General Electric und dem Betriebsrat gescheitert. Damit sei auch die Zukunft des GE-Standorts Bexbach (vormals Alstom ) weiter akut gefährdet, heißt es in der Pressemitteilung. Für Montag, 12. Dezember, rufe deshalb die IG Metall zu einer Kundgebung für den Erhalt der rund 160 Arbeitsplätze auf. red

Zur Erinnerung: Im Januar verkündete das Management von GE Power den Abbau von bundesweit rund 1700 Arbeitsplätzen, darunter auch die Schließung des saarländischen Standorts in Bexbach bis Ende 2017. Seitdem versuchten Betriebsrat und IG Metall unermüdlich, die US-amerikanischen Manager von Alternativen zum drastischen Stellenabbau zu überzeugen. In Zusammenarbeit mit Wirtschaftsinstituten, dem saarländischen und dem Bundesministerium für Wirtschaft sei "alles unternommen worden, um Arbeitsplätze und Standorte zu erhalten", heißt es weiter.



Bis heute habe die Unternehmensspitze jedoch keine ernsthaften Bemühungen gezeigt, die Arbeitsplätze zu sichern und gegebenenfalls die GE-Standorte zu verkaufen. Auch einen potenziellen Investor, der alle Standorte und Arbeitsplätze in einem Gesamtpaket übernehmen würde, habe das Management bislang abgelehnt. Zur Demo und Kundgebung am kommenden Montag haben unter anderem die Vorsitzende des GE-Konzernbetriebsrats, Elisabeth Möller, der Vorsitzende des Europäischen Betriebsrats, Kai Müller, und der Bevollmächtigten der IG Metall in Mannhein, Klaus Stein, zugesagt. Für die IG Metall Homburg wird der erste Bevollmächtigte Ralf Reinstädtler sprechen. Um 13.15 Uhr startet die Demonstration am Werkstor von GE, gegen 14 Uhr Kundgebung auf dem Aloys-Nesseler-Platz.