Alstom-Mitarbeiter bangen um Standort

Alstom-Mitarbeiter bangen um Standort

Mit einem Protestmarsch und einer Solidaritätskundgebung haben gestern Mitarbeiter des französischen Alstom-Konzerns aus dem ganzen Bundesgebiet gegen den von ihnen befürchteten Abbau rund 80 Arbeitsplätzen im Bexbacher Werk demonstriert. 650 Demonstranten, darunter auch Familienmitglieder, Vertreter der Gemeinde sowie der Gewerkschaft IG Metall kamen zur Kundgebung nach Bexbach.



Die Mitarbeiter wehren sich gegen eine umfassende Restrukturierung des Bexbacher Werks, die den Standort bei einer Übernahme extrem schwächen würde. Dort sollen nicht nur rund 80 Arbeitsplätze abgebaut werden, auch die modernen Maschinen sollen gegen ältere aus einem Schweizer Werk getauscht werden. "Langfristig mag das ja sinnvoll sein, bei einer Übernahme würde Bexbach mit 40 Prozent Leerstand und einem älteren Maschinenpark zum Kandidaten für eine baldige Schließung", sagt Ralf Reinstädtler von der IG Metall. Aktuell liefern sich General Electric und Siemens einen Übernahmekampf um Alstom.

"Da sich längst gezeigt hat, dass Alstom sich aus eigener Kraft nicht mehr sanieren kann, ist die gesamte Restrukturierung aktuell sinnlos", sagt Reinstädtler. Stattdessen solle abgewartet werden, welche Maßnahmen der künftige Besitzer plant.