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Start am 27. März: Kinder pflanzen zehn Obstbäume

Start am 27. März : Kinder pflanzen zehn Obstbäume

Aktion 1001 Bäume startet mit dem protestantischen Kindergarten Papperlapapp in Ernstweiler.

„Wir wollen die Kinder für die Natur sensibilisieren“, nennt Karin Grgic die Intention der Aktion 1001 Bäume. Dabei sollen Kinder und Jugendliche beim Pflanzen von Bäumen auch erfahren, dass jeder einen Beitrag für Natur- und Umweltschutz leisten kann. Kurz nach Frühlingsbeginn startet die Gruppe zusammen mit dem protestantischen Kindergarten Papperlapapp, dem Umwelt- und Servicebetrieb (UBZ), dem Nabu und dem Forstamt die Aktion.

Am Mittwoch, 27. März, zehn Uhr, werden auf einem Grundstück an der Ernstweilertalstraße Richtung Tierheim die ersten zehn Bäume gepflanzt. Dabei werden einheimische Obstbäume wie Apfel, Kirsche oder Mirabelle gepflanzt. Die Pflanzlöcher werden vorher vom UBZ vorbereitet. Der Umweltbetrieb wird auch die für die Stabilität notwendigen Pfosten und den Schutz gegen Wildverbiss anbringen. „Bei der eigentlichen Pflanzung können die Kinder mit ihren kleinen Schaufeln und Gießkannen ihren Beitrag leisten“, sagt Grgic. Den wesentlichen Teil übernehmen Helfer aus der Gruppe und auch Eltern. Im Schwarzwald führen die Schwarzvereine ähnliche Pflanzaktionen mit Jugendlichen durch. „Da habe ich gedacht, dass wäre auch was in Zweibrücken“, erzählt Grgic. Danach habe es Gespräche mit dem UBZ gegeben. „Da bin ich offene Türen eingerannt.“ Die Gespräche seien lange vor den Baumfällungen in Rimschweiler geführt worden, betont Grgic. Ein  UBZ-Mitarbeiter habe sofort die Unterstützung zugesagt und auch eine Fläche in der Nähe des Waldfriedhofs angeboten.

Doch die Gruppe habe sich mit dem Kindergarten für ein gepachtetes städtisches Grundstück entschieden, das Claudia Reister angeboten hat. „Dann können die Kinder auch zu ihren Bäumen gehen und sehen, was sich tut.“ Auch wenn es eine Zeit dauert, bis ein richtiger Baum blüht, Obst trägt und insgesamt Lebensraum für Tiere wird. Das Thema könnte dann in den Kindergärten oder der Schule entsprechend aufgearbeitet werden. Vielleicht besuchen die jetzigen Kinder mit ihren Kindern in 30 Jahren ihren Baum und erzählen von der Aktion, sinniert Grgic. Doch mit der Pflanzaktion am 27. März, soll noch nicht Schluss sein. „Das soll weitergehen.“ Allerdings sollen die weiteren Pflanzungen im Herbst stattfinden. Dabei werden Jugendgruppen, Kindergärten, Grundschulen, Jugendmannschaften von Sportvereinen oder sonstige Jugendgruppen gesucht, die an der Aktion teilnehmen.

Um die Bäume kaufen zu können, werden auch Geldspenden benötigt. Derzeit hat die Initiatorin von einer Baumschule Angebote zwischen zehn und 40 Euro pro Baum. Die finanzielle Abwicklung übernimmt der Nabu Zweibrücken mit dem Vermerk 1001 Bäume. Und zum dritten werden Grundstücke benötigt, auf denen die Bäume gepflanzt werden. Nach dem Motto: Auf jeden Resch passe zwei Kersch.

Weitere Informationen: karingrgic@web.de oder Telefon: 01590-1323694.