Aktion 72 Stunden Pfadfinder als Gartengestalter

Zweibrücken · Ein soziales Projekt vor der Haustür realisieren ist die Intention der bundesweiten 72-Stunden-Aktion, die noch bis diesen Sonntag stattfindet. Dabei werkeln die Zweibrücker Teilnehmerinnen und Teilnehmer gleich in zwei Gärten.

Im Rahmen der Aktion 72 Stunden gestalten Zweibrücker Pfadfinder in der Kinderwohngruppe der Caritas Jugendhilfe Margaretenstift in der Zweibrücker Hofenfelsstraße einen kindgerechten Garten.

Im Rahmen der Aktion 72 Stunden gestalten Zweibrücker Pfadfinder in der Kinderwohngruppe der Caritas Jugendhilfe Margaretenstift in der Zweibrücker Hofenfelsstraße einen kindgerechten Garten.

Foto: Elisabeth Heil

Die Mädchen und Jungs sind ganz aufgeregt. Voller Vorfreude wuseln sie durch ihren Garten, stellen neugierig Fragen und wollen mit anpacken. Ihr Zuhause, die vollstationäre Kinderwohngruppe der Caritas Jugendhilfe Margaretenstift in der Zweibrücker Hofenfelsstraße, ist Teil der 72-Stunden-Aktion, die am Donnerstag pünktlich um 17.07 Uhr gestartet ist. Jessi Schiwy- Schönborn, die Koordinatorin der Wohngruppe mit guten Verbindungen zu den Zweibrücker Pfadfindern, hatte das Projekt kindgerechte Gartengestaltung ins Gespräch gebracht. Jetzt ist sie natürlich umso glücklicher, dass es auch ausgewählt wurde.

Bereits zum fünften Mal findet die bundesweite 72-Stunden-Aktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und seiner Jugendverbände statt. Seit Donnerstag, 17.07 Uhr, und noch bis diesen Sonntag werden wieder tausende Jugendgruppen mit etwa 100 000 Beteiligten in 72 Stunden die Welt ein Stück besser machen. Hauptunterstützer sind das Bundesministerium für Familie, die Deutsche Bischofskonferenz, das Bischöfliche Hilfswerk Misereor und das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken. In Zweibrücken beteiligen sich in diesem Jahr rund 40 engagierte Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg Stamm Heilige Elisabeth, sowie Ministrantinnen/Ministranten und Mitglieder der Jungen Kirche (JuKi) Speyer.

Die Zweibrücker Jugendverbände sind übrigens von Anfang an dabei: „Wir haben schon das Gebäude der Tafel in der Canadasiedlung verschönert oder Rolf Franzen in Gemüse aufgewogen, daraus eine Suppe gekocht und zugunsten der Tafel verkauft“, erinnert Martin Schiwy, früher selbst aktives Mitglied der Pfadfinder, an vergangene Projekte.

Das Besondere in diesem Fall ist, dass die Gruppe vorher wusste, was auf sie zukommt und sich vorbereiten konnte. „Manchmal erfährt man erst beim Startschuss von seinem Projekt“, erzählt Schiwy. So haben sich die Pfadfinder schon mal mit Gartengeräten und anderen nützlichen Dingen ausgerüstet. Bis Sonntag werden sie einen Hang des Geländes von stacheligem Gestrüpp befreien und neu anlegen, darüber hinaus den Zaun zum Nachbargelände entfernen und stattdessen eine Vogel- und Insektenfreundliche Hecke als Sichtschutz pflanzen. „Außerdem wünschen wir uns einen Sandkasten“, sagt Jessi Schiwy-Schönborn.

Die dafür nötigen Holzstämme als Einfassung und den Sand hatte sie zuvor schon besorgt, außerdem jede Menge insektenfreundliche, ungiftige und pflegeleichte Pflanzen. „Wir freuen uns riesig, dass unser Außengelände jetzt endlich schöner und kindgerechter wird“, betont sie. „Ich werden zudem mal bei den Gartencentern und Baummärkten nachfragen, ob sie uns ein paar Pflanzen sponsern“, ergänzte Caroline Daverio . Die 31-jährige leitet die Wölflingsgruppe, mit sechs bis zehn Jahren die Jüngsten bei den Pfadfindern. „Damit können wir den Garten zusätzlich verschönern,“ betont sie.

In einem zweiten Projekt werkeln Kinder der jungen Kirche im Garten des Altenheimes Johann-Hinrich-Wichern-Haus und gestalten und bepflanzen dort die Hochbeete und das Gartenhäuschen neu. Unterstützt werden sie von ihrer JuKi-Leiterin Julia Winitzki und Kaplan Vasyl Vasylshyn. Der Schirmherr der Veranstaltung, Zweibrückens OB Marold Wosnitza, war beim Startschuss in der Kinderwohngruppe dabei. Er kündigte an, noch einen Bauschuttcontainer für die anfallenden Abfälle zu organisieren.

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