Fastnachtsrock in Wattweiler

Die Bands Way Up und Two Young boten tolle Musik und gute Unterhaltung beim Fastnachtsrock des TuS Wattweiler. Nur vom Zuschauerzuspruch waren die Veranstalter etwas enttäuscht.

Die Alternative zu Humba-Humba-Tätärä bot der TuS Wattweiler am Samstagabend in seiner Mehrzweckhalle am Sportplatz. Für sein Fastnachtsrock-Konzert hatte der Verein die Bands Way Up und Two Young engagiert. Letztgenannte Formation, bestehend aus Katrin Seibert (Gesang ), Thomas Schneider (Gesang und Gitarre ) und Benjamin Marschall (Gesang , Cajon und Gitarre ), machten dabei den Anfang. Auch wenn es keinen Tusch, Stimmungsraketen oder Polonaise gab, verkleidet kamen die meisten Gäste.

Die für die fünfte Jahreszeit üblichen Zwiegespräch in der Bütt vielen ebenfalls flach. Es wurde allenfalls über den knappen Zuspruch von etwas über 40 Zuschauern gemäkelt.

Die musikalischen Darbietungen ließen keinen Zweifel am Können der Musiker aufkommen. Two Young boten reihenweise Radio-Klassiker beziehungsweise Ohrwürmer aus dem Rock. Sei es mal etwas sanfter und kuschelig, dann melodischer oder schließlich wieder kraftvoll krachend heraus - alles im Akustik-Gewand. Gegen Ende ihres Auftrittes wechselte Benny Marschall vom Cajon an die Gitarre und übernahm überraschend den Leadgesang.

Katrin Seibert überlies ihren beiden "Männern" gänzlich das Feld auf der Bühne. Die Foo Fighters-Hymne "Best of You" spielten die beiden nur im Gitarrenarrangement. Marschall überzeugte mit toller Stimme-er sollte öfters zum Mikrofon greifen. Die letzten paar Prozentpunkte ihrer tollen Stimme haute die Frontsängerin dann schließlich bei den drei letzten Stücken ihres Auftrittes wieder selbst heraus. Mit "Baby bring me some Water", "Like the Way I do" (Melissa Etheridge ), sowie Simply the Best" (Tina Turner ) beschlossen Two Young ihren Teil des Abendprogrammes.

Way Up störten sich ebenso wenig an der nur spärlich gefüllten Mehrzweckhalle und boten feinste Musik. Dass sich die fünfköpfige Truppe schon lange in der Musikszene in und um Zweibrücken bewegt, bewiesen sie mit ihrer Titelliste. Dort lasen sich nur Lieder, die ganz oben in den Chartlisten auftraten (zum Beispiel "Money for Nothing" oder "Black Velvet") und die ein hohes Maß an spielerischem Niveau voraussetzen. Dies ließ bereits der dreistimmige Chorgesang beim Eröffnungslied erahnen, was in den kommenden Stunden folgen sollte. Sabine Deller (Gesang ), Volker Siener (Gitarre , Gesang ) und Günther Deutschmann (Bass, Gesang ) stimmten den Doobie Brothers-Hit "Listen to the Music" A-Cappella an, bevor Schlagzeuger Harry Witti und Keyboarder Michael Dupré nach dem ersten Satz auch instrumental mit einsetzten.