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Tag der offenen Tür: „Jedes Kind ist einmalig“

Tag der offenen Tür : „Jedes Kind ist einmalig“

Tag der offenen Tür an der IGS Contwig.

Viele Eltern mit ihren Kindern kamen am Tag der offenen Tür in die IGS (Integrierte Gesamtschule) Contwig, um sich nach dem richtigen Platz für ihre Kinder umzusehen. Unter ihnen auch Michaela Storero aus Kleinsteinhausen. Sie sagt: „Mein Kind ist sehr sensibel und ich dachte, was wird das bloß, wenn er den ganzen Tag in die Schule muss. Jetzt ist er schon im zweiten Jahr hier und er ist wie verwandelt.“ Alles sei prima, der Unterricht, die Freunde, das Lernen, alles eben. „So wird mein Zweiter natürlich auch hierher gehen“.

Schulleiter Thomas Höchst sagt im Gespräch. „Jedes Kind ist einmalig. Diese Einmaligkeit fördern wir und wir unterstützen besondere Begabungen; das ist der pädagogische Kern unseres Schulkonzeptes. Wir möchten allen den bestmöglichen Schulabschuss ermöglichen“.

Das umzusetzen war in den vergangenen Jahren zum Teil recht schwierig, denn die Räumlichkeiten entsprachen nicht den Anforderungen. So wurde über Jahre mit Zuhilfenahme von Containern improvisiert. Jetzt aber sind die baulichen Veränderungen abgeschlossen, auch die Mensa ist in Betrieb. Nur der Verwaltungstrakt wird noch in nächster Zeit angepasst.

Es war also viel los am Samstag. In allen Bereichen gaben die Schüler Einblicke in ihre Arbeiten, in die Struktur des Unterrichts. In der Turnhalle spielten die Lehrer gegen die Schüler Fußball, ein Highlight des Tages: Endergebnis 1:1, ideell gesehen ein gerechtes Ergebnis.

Es gibt neben der Ganztags- und Halbtagsklasse sogar eine Sport-/ Fußballklasse, in der nach dem Fachunterricht zusätzlich an zwei Tagen nachmittags zwei Stunden Sport oder Fußball angeboten werden. Alle Schulabschlüsse bis hin zum Abitur sind möglich. „Für unsere Förderkonzepte für schwächere, aber insbesondere auch für begabte Schüler haben wir zahlreiche Auszeichnungen erhalten, zuletzt dieses Jahr die als Starke Schule Rheinland-Pfalz“, sagt der Direktor: Ein vorderster Platz unter 200 Bewerbern!

Unter anderem gibt es zum Beispiel ein Wahlpflichtfach ab Klasse 6, ein Neigungsfach mit Hauptfachcharakter. „Wer hier eine gute Note bekommt, kann eine schlechte in einem anderen Hauptfach ausgleichen“, sagt Realschullehrer Werner Rob. Angeboten werden Kommunikation und Medien, Sprache (Französisch), Naturwissenschaften, Ökonomie, Bewegung und Gesundheit und Kunst. Auch eine frühe Berufsorientierung ist schon ab Klasse neun möglich.