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Dorfgemeinschaftshaus und Straßen: Bürger-Engagement ist auch bares Geld wert

Dorfgemeinschaftshaus und Straßen : Bürger-Engagement ist auch bares Geld wert

Beim Battweiler Neujahrsempfang wurden die Erlöse aus der Adventsfenster-Aktion übergeben und in die Zukunft geblickt.

Was die Gemeindefinanzen angeht, sieht Ortsbürgermeister Werner Veith einen Silberstreif am Horizont. „Das Tal der Tränen haben wir durchschritten. Seit 2015 sind wir aus dem Entschuldungsfonds raus“, sagte Veith beim Battweiler Neujahrsempfang in der Konrad-Loschky-Halle vor zahlreichen Gästen. Noch dieses Frühjahr soll der Doppelhaushalt 2018/19 im Rat beschlossen werden. Darin wird sich die finanzielle Besserung der Ortsgemeinde auf der Einnahmenseite widerspiegeln, was zugleich die materielle Grundlage für die Aufgabenerfüllung in diesem Jahr sei. Dabei gilt es, die begonnene Erneuerung von Blumen- und Schulstraße abzuschließen und den Ausbau weiterer Straßen zu forcieren. In der Berg-, Haupt- und Kirchstraße soll die Straßenbeleuchtung erneuert werden. Gleichfalls ganz oben auf der Prioritätenliste steht das Renovieren des Dorfgemeinschaftshauses. Die Sanierung betrifft auch den Gebäudeteil, in welchem der Kindergarten untergebracht ist. Deshalb sei auch beim Landkreis Südwestpfalz ein Antrag auf Förderung gestellt worden. Die von dort erwartete Finanzhilfe wird ausschließlich für die Arbeiten am Kindergarten verwendet. Fördermittel des Landes werden für die übrigen Bereiche des Dorfgemeinschaftshauses erwartet.

Schon lange ein Diskussionspunkt und nun wohl bald Realität: eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des Dorfgemeinschaftshauses. Auch zur Kellergeschoss-Sanierung habe der Rat „grünes Licht“ gegeben, so Veith: „Das ist dringend notwendig, damit wir die Feuchte aus den Wänden und Hausbereich bekommen.“ Auf ein Sanierungsabenteuer werde sich die Ortsgemeinde jedoch nicht einlassen, versicherte der Ortsbürgermeister, dass die Arbeiten erst dann beginnen, wenn die Fördergelder bewilligt sind.

Sobald die Erneuerung der Schulstraße abgeschlossen ist, soll es mit dem Straßenausbauprogramm weitergehen, nannte Veith die weitere Zielsetzung und lobte die harmonische Zusammenarbeit beim Ausbau der Blumenstraße. „Hier geht alles Hand in Hand und die Anlieger schätzen nach meiner Feststellung die Zusammenarbeit mit dem Straßenausbauunternehmen Küntzler aus Waldfischbach-Burgalben.“

Den Zusammenhalt innerhalb der Dorfgemeinschaft lobte der Bürgermeister des 700-Seelen-Ortes in höchsten Tönen. Das galt insbesondere mit Blick auf das Engagement der Vereine bei Großveranstaltungen wie den Prunksitzungen oder der Kerwe in der Konrad-Loschky-Halle. „Zu beiden Veranstaltungen kommen viele Gäste und erleben hautnah mit, wie bei uns in Battweiler zünftig und urig gefeiert wird.“ Das alles sei aber nur zu stemmen, weil sich viele dafür einsetzen. Veith dankte in diesem Zusammenhang Sebastian Bayer, der mit seinem Helferteam für die Kerweorganisation zuständig ist. „Von alledem profitiert auch die Gemeinde, denn über den Förderverein werden Dinge angeschafft, welche die Ortsgemeinde nicht im Gemeindeetat finanzieren muss.“ Veith sprach damit den neuen Schutzbelag in der Konrad-Loschky-Halle an. Der kostete 5600 Euro und schützt den Sporthallenboden bereits bei der kommenden Prunksitzung.

Froh könne die Gemeinde weiter darüber sein, dass sich Bürger auf ganz besondere Art und Weise engagieren würden. Veith nannte in diesem Zusammenhang Sabine Zimmer, die in der Adventszeit die Aktion „Adventsfenster“ erfolgreich organisierte und jetzt schon für die kommende Adventszeit mit großem Erfolg die Weichen stellt. Für die Helferschar um Sabine Zimmer ergriff beim Neujahrsempfang Christian Klück das Wort und dankte nicht allein den 15 „Adventsfenstergestaltern“, sondern zugleich den zahlreichen Bürgern, die bei der Aktion Geld spendeten. So konnte Klück aus der Aktion in der Vorweihnachtszeit jetzt jeweils 660 Euro an die Vertreter des Kindergartens und des Ortskartells übergeben. Verbandsbürgermeister Jürgen Gundacker würdigte deshalb auch die Dorfgemeinschaft Battweilers in ganz besonderer Art und Weise bei seinem Neujahrsgrußwort.