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Kreissparkasse St. Wendel verbucht starkes Wachstum bei Neukrediten

Kreissparkasse St. Wendel verbucht starkes Wachstum bei Neukrediten

Trotz historisch niedriger Zinsen, "haben wir im vergangenen Jahr ein ordentliches Ergebnis erzielt." Dieses Fazit zieht Klaus-Dieter Schmitt, Vorstandschef der Kreissparkasse (KSK) St. Wendel , mit Blick auf das Geschäftsjahr 2015. Der Zinsüberschuss kletterte operativ um 900 000 auf 23,8 Millionen Euro . Zur Stärkung des Eigenkapitals konnten zusätzlich 8,6 Millionen Euro beiseitegelegt werden. "Damit sind wir für künftige Herausforderungen gut gerüstet", sagt Schmitt. In den 8,6 Millionen Euro ist auch der Jahresüberschuss von 2,2 Millionen Euro (Vorjahr 2,5 Millionen Euro ) enthalten. Wie in den Vorjahren schüttet die KSK kein Geld an ihren Träger, den Landkreis St. Wendel , aus.

Sowohl bei den Krediten als auch bei den Einlagen hat die KSK ein lebhaftes Jahr hinter sich. Das Kreditvolumen stieg um rund 60 Millionen auf 840 Millionen Euro (plus 7,5 Prozent). An neuen Krediten wurden 200 Millionen Euro zugesagt (plus 30 Prozent). 115 Millionen Euro davon (plus 47 Prozent) flossen in gewerbliche Investitionen. 74 Millionen Euro neuer Kredite wurden Privatkunden zur Verfügung gestellt, was einem Plus von 25 Prozent entspricht. "Hier wurde das weitaus meiste Geld in den Immobilienbereich investiert", sagt Vorstand Marc Klein.

Der Sparwille der KSK-Kunden scheint trotz niedriger Zinsen ungebrochen zu sein. So stiegen die Einlagen um zwei Prozent auf 882 Millionen Euro . "Wir setzen aber auch stark auf eine intensive und persönliche Wertpapierberatung in unseren 15 Geschäftsstellen", betont Klein. Das zahlt sich offenbar aus. Die Geldvermögensbildung (addiertes Plus bei Kundeneinlagen und Wertpapieren) wuchs 2015 um 42 Prozent auf 34 Millionen Euro . Bei der Bilanzsumme verbuchte die KSK St. Wendel eine Steigerung um 3,6 Prozent auf 1,13 Milliarden Euro . Das Institut beschäftigt rund 280 Mitarbeiter.