Junge Leute setzen auf Wohneigentum

Junge Leute setzen auf Wohneigentum

Die niedrigen Zinsen belasten auch das Ergebnis der Kreissparkasse St. Wendel. Sie hält dagegen, indem sie beispielsweise die Risiken zurückfährt, sagt Vorstandschef Klaus-Dieter Schmitt.

Die Kreissparkasse St. Wendel hat ein unspektakuläres aber erfolgreiches Geschäftsjahr 2014 hinter sich. "Wir konnten uns in einem schwierigen Marktumfeld sehr gut behaupten", so das Fazit von Vorstandschef Klaus-Dieter Schmitt. Das Kreditgeschäft "bewegt sich nach wie vor auf hohem Niveau", sagten Schmitt und sein Vorstandskollege Marc Klein anlässlich des Bilanzgesprächs.

155 Millionen hat die Kreissparkasse an neuen Darlehen zugesagt. Davon gehen 79 Millionen Euro an Unternehmen und Selbstständige, "die dieses Geld hauptsächlich dazu nutzen, langfristige Investitionen zu finanzieren". Die restlichen Kredite haben Kommunen und Privatleute nachgefragt - letztere hauptsächlich um ihre Häuser zu modernisieren oder den Kauf von Immobilien zu finanzieren. "Auch junge Leute setzen verstärkt auf Wohneigentum", so die Erfahrung von Schmitt. Das gesamte Kreditvolumen der Kreissparkasse liegt bei 781 Millionen Euro (Vorjahr 800 Millionen Euro ).

Trotz der Niedrigzinsphase hat das Kreditinstitut bei den Einlagen weiter zulegen können. Diese stiegen um 4,5 auf 864,5 Millionen Euro . Darüber hinaus verwaltet die Bank Wertpapierdepots für die Kunden in Höhe von 234 Millionen Euro . Die niedrigen Zinsen belasten allerdings auch das eigene Ergebnis. So sank der Zinsüberschuss von 24,8 auf 22,9 Millionen Euro . "Wir müssen uns diesem Niedrigzins-Umfeld stellen", sagte Schmitt. "Doch wir sind dafür gerüstet, haben beispielsweise die Risiken zurückgefahren." Der Jahresüberschuss ist leicht von 2,4 auf 2,5 Millionen Euro gestiegen. Das gesamte Geld wird dem Eigenkapital zugeführt.

Die Bilanzsumme der Kreissparkasse St. Wendel erreichte im vergangenen Jahr 1,09 Milliarden Euro (Vorjahr 1,07 Milliarden Euro). Die Zahl der Mitarbeiter liegt bei knapp 260.