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Manager bricht Höhen-Rekord

Manager bricht Höhen-Rekord

Als der Abenteurer Felix Baumgartner 2012 einen Rekordsprung aus der Stratosphäre wagte, konnte die Welt zusehen. Jetzt überbot ein 57-jähriger US-Manager den Österreicher still und leise mit einem Sprung aus 41 Kilometer Höhe.

Ein Amerikaner ist mit seinem Fallschirm 41,42 Kilometer über der Erde abgesprungen und hat dabei gleich mehrere Rekorde aufgestellt. So brach der 57-jährige Computerwissenschaftler und Manager Alan Eustace aus Kalifornien Experten zufolge den Höhenrekord des österreichischen Extremsportlers Felix Baumgartner (45). Der hatte vor zwei Jahren einen Stratosphärensprung aus gut 39 Kilometern Höhe gewagt. Eustace nahm gestern unter anderem bei Facebook Glückwünsche aus aller Welt entgegen.

Wie schon Baumgartner 2012 sei auch Eustace schneller gewesen als der Schall, teilte die Firma Paragon Space Development Corporation mit. Sie hatte Eustace seit 2011 unterstützt, das von ihm selbst finanzierte Manöver zu verwirklichen. Während es bei Baumgartner viel Medienaufmerksamkeit und eine Live-Übertragung im Internet gegeben hatte, wurde der Sprung des Amerikaners erst nachträglich bekannt.

Eustace ließ sich am Freitag kurz nach Sonnenaufgang von einem Helium-Ballon in über 41 Kilometer Höhe tragen. Das Onlineportal space.com veröffentlichte dazu am Samstag Fotos. Nach Angaben des Portals gelang dem 57-Jährigen der bisher höchste Fallschirmsprung. Er stellte außerdem Rekorde für den längsten freien Fall mit einem Bremsschirm sowie für die höchste Fallgeschwindigkeit auf. Beim Start auf einer verlassenen Rollbahn in Roswell (US-Bundesstaat New Mexico) war unter anderem ein Technologie-Reporter der "New York Times " dabei. Auch Baumgartner war am 14. Oktober 2012 in Roswell gestartet. Eustace landete etwa hundert Kilometer von der Landebahn entfernt, hieß es bei space.com.

Der 57-Jährige hat bei seinem Arbeitgeber Google den Titel eines Senior-Vize-Präsidenten für Wissen. Eustace erreichte seine Sprunghöhe laut Paragon in zweieinhalb Stunden. Er habe eine Weile dort oben verbracht. "Man konnte die Dunkelheit des Weltalls und Schichten der Atmosphäre sehen", sagte er der Zeitung "New York Times ".

Im Gegensatz zu Baumgartner verzichtete Eustace auf eine Kapsel und ließ sich nur in seinem Nasa-Spezialanzug am Ballon befestigt nach oben befördern. Den Fallschirm öffnete er in einer Höhe von rund 5,5 Kilometern. Zuvor hatte er etwa viereinhalb Minuten nach dem Absprung seinen Flug bereits mit einem Mini-Schirm stabilisiert. Die Höchstgeschwindigkeit habe 822 Meilen (knapp 1323 Kilometer) pro Stunde erreicht.

Der Welt-Luftsportföderation werde eine Absprunghöhe von 135 890 Fuß (41,419 Kilometer) gemeldet, schrieb die "New York Times ". Der Wettbewerbs-Chef der amerikanischen Fallschirmsprung-Assoziation habe den Rekord verifiziert und bestätigt.

Bei Baumgartner hatte der Getränke-Anbieter Red Bull die Aktion finanziert. Eustace sagte der Zeitung, Google sei bereit gewesen, sein Projekt zu unterstützen. Er habe dies aber abgelehnt, weil er seinen Sprung nicht in einen Marketing-Event für Google verwandeln wollte.

Der neue Höhen-Rekord nötigte Konkurrent Felix Baumgartner allen Respekt ab. "Gratuliere Alan! Es braucht viel Mut dafür. Niemand weiß das besser als Joe Kittinger und ich", schrieb Baumgartner auf seiner Facebook-Seite.

Kittinger hatte bereits 1960 einen Sprung aus 30 Kilometer Höhe gewagt.