Digitaler Hund

Wenn Herrchen beim Gassigehen starr aufs Smartphone guckte, fühlte sich mancher Hund bisher ausgegrenzt. Doch nun kommt die Digitalisierung auf den Hund. So listet die Agila Haustierversicherung Möglichkeiten auf, wie der Vierbeiner vom Internet profitiert. Da werden etwa Hundesitter oder Spielgefährten online vermittelt. Und ein smartes Halsband verrät, ob Waldi sich genug bewegt. Allerdings kann das nur ein erster Schritt sein. Müsste doch der smarte Hund auch umgekehrt erkennen, wann Herrchen vor die Tür muss - und seine Verdauung danach ausrichten. Ein durch Wedeln ausgelöstes Selfie beim Beinchen-Heben könnte das Revier-Markieren vereinfachen. Eine "Häufchen-App" im Halsband würde den Artgenossen identifizieren und ihm im sozialen Netzwerk "Pfotebook" oder über den Messenger-Dienst "WuffApp" eine Nachricht senden. Zudem müsste ein Portal "MeinPostbote.de" die beliebtesten Zusteller-Waden nach Geschmack bewerten. Zwar sollte der Hund nicht zubeißen. Aber irgendein Online-Dolmetscher übersetzt ihm den Menschensatz "Der will nur spielen" immer wieder in: "Jetzt darfst Du!"

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