| 20:15 Uhr

Die "Süddeutsche Zeitung" (München) stellt einen Zusammenhang zwischen den Fiat-Plänen für Opel und dem Image Italiens in Deutschland her:

Die "Süddeutsche Zeitung" (München) stellt einen Zusammenhang zwischen den Fiat-Plänen für Opel und dem Image Italiens in Deutschland her:Tiefen und Höhen folgen in Italien schneller aufeinander als in anderen Nationen. Träfen alle negativen Klischees über das Land zu, müsste es längst am Boden liegen

Die "Süddeutsche Zeitung" (München) stellt einen Zusammenhang zwischen den Fiat-Plänen für Opel und dem Image Italiens in Deutschland her:Tiefen und Höhen folgen in Italien schneller aufeinander als in anderen Nationen. Träfen alle negativen Klischees über das Land zu, müsste es längst am Boden liegen. Doch wer heute durch Venetien fährt, durch Rom läuft oder durch Apulien reist, der wird feststellen: Dem ist beileibe nicht so. Als magische Realisten, die phantastisch erscheinende Ziele mit Beharrlichkeit verwirklichen, schaffen es viele Italiener, die Schwächen ihres Staates und ihrer Gesellschaft auszugleichen. Wer rasch urteilt - die packen das nicht - der könnte sich mithin gewaltig täuschen.Die "Mittelbayerische Zeitung" (Regensburg) meint zu den Fiat- Plänen für Opel: Jedenfalls mutet die raue Tonlage gegenüber den Italienern hochgradig übermütig an. Die Bundesregierung kann sich diese schroffe Ablehnung eigentlich nicht leisten. (. . .) Der Betriebsrat geht verbal gleich auf Frontalkollision und riskiert damit, am Ende ohne Alternative dazustehen. Zu glauben, ein Investor müsste sich mit kleinen Einschnitten zufriedengeben, setzt die Überzeugung voraus, der Käufer habe das große Glück, eine Perle zu erwerben.Das "Straubinger Tagblatt/Landshuter Zeitung" bemerkt zum Verfassungsgerichtsurteil über die Mehrfachnamen:Dass drei Verfassungsrichter gegen das Urteil stimmten, deutet darauf hin, dass eine Klage in einigen Jahren anders ausfallen könnte. Dann könnte die Identität eines Bürgers durchaus mit mehr als einem Bindestrich markiert werden. (. . .) Die Karlsruher Entscheidung ist eine der praktischen Vernunft. Solange eine Gesellschaft keine anderen Sorgen hat als nur die Zahl der Bindestriche in ihren Namen, scheint sie immerhin noch intakt zu sein.Das "Badische Tagblatt" (Baden-Baden) meint dazu: (Der Fall) zeigt das Dilemma, in dem sich immer mehr Menschen befinden, deren Biografien zwischen persönlicher Entfaltung und Familienleben längst nicht mehr so gradlinig verlaufen wie früher. (. . .) Dennoch ist die Absage an Dreifachnamen richtig. Denn es geht nicht nur um die Identitätsstiftung eines Familiennamens, sondern auch darum, unpraktikable Namensungetüme zu verhindern.