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SZ-Sommerserie „Am schönsten ist’s daheim“: Auf engen Pfaden durch wildes Land

Sommerserie „Am schönsten ist’s daheim!“ : Auf engen Pfaden durch wildes Land

Wer Felsen mag und Lust auf Sport hat, wird den Felsenweg 1 bei Echternach lieben.

Schmale Schluchten, Höhlen und weite Buchenwälder – der Felsenweg 1 im NaturWanderPark delux in der Südeifel hat es in sich. Nicht nur, weil er mit 622 zu überwindenden Höhenmetern schwer ist.

Es ist eine Wandertour, die weit in die Erdgeschichte zurückreicht, in eine Zeit, als Flüsse aus dem Norden Sand in die Region transportierten, der sich im Laufe der Zeit verdichtete, feste Plateaus bildete und hoch aufragende Felsen formte. Doch Wasser und Luft arbeiteten im Laufe der Jahrmillionen an diesen Felsen, weichten ihr Fundament auf, Frost sprengte Risse in die Felsen, große Brocken stürzten ab. Enge Schluchten haben sich gebildet, durch die Wanderer heute ihren Weg auf der Tour finden. Bizarre Felsformationen bilden förmlich ein Meer von Steinen inmitten des Waldes.
Die Menschen arrangierten sich mit dieser Landschaft, sie fühlten sich beschützt von den Felsen und Höhlen, nutzten die Plateaus um Gärten und Äcker anzulegen und hinterließen ihre Spuren. Wie in der Hohlay, in der früher Mühlstein abgebaut wurde. Im Aesbachtal verläuft der Pfad am plätschernden Wasser entlang, tief unten im Tal, wo die Sonnenstrahlen für mystische Schattenspiele sorgen. Schmale Holzstege weisen den Weg in diese Schattenwelt.

Einer der kulturellen Höhepunkte des rund 20 Kilometer langen Weges ist neben der schönen Abteistadt mit ihren mittelalterlichen Gassen und ihrer beeindruckenden Basilika das spätbarocke Schloss Weilerbach mit seinem weitläufigen Garten und der ehemaligen Eisenhütte.

Als Highlights am Weg, die man sich genauer anschauen sollte, empfiehlt das Felsenland Südeifel: die Stadt Echternach mit berühmter Abtei und mediterranem Flair, spektakuläre Felsformationen wie Wolfsschlucht, Perekop und „Schweineställe“, alte Mühlsteinbrüche der Huel Lee, Barockschloss und Eisenhütte Weilerbach und den Ausblick von der Liborius-Kapelle auf Echternach.

Tipp: Nach dieser ereignisreichen Tour haben sich die Wanderer eine Stärkung verdient. Umgeben von einer idyllischen Gartenlage liegt Schloss Weilerbach. Idealer Rückzugsort ist das Museumscafé.

Infos: www.eifel.info

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