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Wohl dem, der einen Kronholm hat

Wohl dem, der einen Kronholm hat

Aufsteiger SV Elversberg mischt weiter die 3. Fußball-Liga auf. Bei Aufstiegskandidat VfL Osnabrück gewann das Team von Trainer Dietmar Hirsch überraschend mit 1:0. SVE-Torhüter Kronholm hielt in der 94. Minute einen Elfmeter.

"Kenneth Kronholm, Fußballgott" skandierten etwa 50 Fans des Fußball-Drittligisten SV Elversberg am vergangenen Samstag nach dem Abpfiff an der Bremer Brücke in Osnabrück. Sekunden zuvor hatte sich der SVE-Torhüter zum Helden des ersten Aufeinandertreffens zwischen dem VfL Osnabrück und der SVE gemacht. In der letzten Sekunde der Nachspielzeit hatte SVE-Kapitän Timo Wenzel Osnabrücks Stürmer Tom Christian Merkens beim Stand von 1:0 für Elversberg gefoult, Schiedsrichter Karl Valentin aus Taufkirchen zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt.

"Ich bin direkt zu Timo und habe ihm gesagt, dass ich das regeln werde", sagte Kronholm. Osnabrücks Pascal Testroet schnappte sich die Kugel und führte den Elfer aus. Kronholm tauchte blitzartig in die rechte untere Ecke ab und lenkte den Ball mit der Hand ins Toraus. Valentin pfiff sofort ab, und die SVE-Party auf dem Platz konnte beginnen.

Vor 7044 Zuschauern sorgte wieder einmal SVE-Trainer Dietmar Hirsch vor dem Anpfiff für die erste Überraschung. Mit Alexander Buch, Sebastian Piotrowski, Frederick Kyereh und Angelo Vaccaro brachte Hirsch vier neue Spieler von Beginn an. Nico Zimmermann (wurde in der 60. Minute eingewechselt) und Kevin Feiersinger saßen auf der Bank. Marcel Schug, Christian Grimm und Daniel Jungwirth waren erneut nicht im Kader.

Mit starkem Pressing in Höhe der Mittellinie brachte die SVE Osnabrück in der ersten Halbzeit fast zur Verzweiflung. Ganz selten tauchte ein VfL-Spieler in der Nähe des SVE-Strafraums auf. "Wir haben vor der Pause unsere Taktik perfekt umgesetzt. Danach wurde es zwar etwas eng und am Ende vielleicht auch glücklich, aber verdient war der Sieg in jedem Fall", sagte Hirsch.

Aus diesem Pressing heraus fiel das 1:0 für die SVE. Dominik Rohracker erkämpfte sich den Ball und konnte im Strafraum von Marcel Stadel nur durch ein Foul gebremst werden. Den fälligen Elfer lupfte Angelo Vaccaro in die Tormitte - 0:1 (22.). "Ich habe morgens noch gesagt, dass ich den Ball lupfe, wenn wir einen Elfer bekommen. Keine Ahnung, warum ich das geahnt habe", erklärte Vaccaro.

Nach der Pause riskierte der VfL deutlich mehr und kam zu richtig guten Torchancen. Doch egal ob Kopfbälle, Eins-gegen-Eins-Situtionen oder Fallrückzieher - Kronholm packte eine Glanzparade nach der anderen aus. "Den Elfmeter hat er überragend gehalten. Bei den anderen Chancen erwarte ich das von ihm", sagte Hirsch. Dank Kronholm durfte die SVE am Ende also jubeln und klettert mit 21 Punkten auf den achten Platz.