„Ich kann alles machen, was ich will“

„Ich kann alles machen, was ich will“

Am Sonntag in einer Woche will sich Raphael Holzdeppe vom LAZ Zweibrücken bei seinem „Heimspiel“ im Westpfalzstadion beim Himmelsstürmer-Cup erstmals in dieser Freiluft-Saison mit der Konkurrenz messen.

Beim Pfingstsportfest in Rehlingen vor zwei Wochen stand Stabhochspringer Raphael Holzdeppe vom LAZ Zweibrücken auf dem Rasen des Bungertstadions und schaute seinen Disziplin-Kollegen zu, wie sie mit den unwirtlichen Bedingungen kämpften. Schon da juckte es in den Beinen des Weltmeisters von 2013 - doch eine Teilnahme wäre nach einer Fußverletzung aus der Hallensaison einfach noch zu früh gekommen.

Doch jetzt ist der 26-Jährige fit. "Alles ist belastbar, alles ist gut verheilt, ich kann alles machen, was ich will", erzählte Holzdeppe vor der fünften Auflage des Himmelsstürmer-Cups, den sein Verein am 11. und 12. Juni im Zweibrücker Westpfalz-Stadion ausrichtet. Bei der Pressekonferenz in den Räumen von LAZ-Kooperationspartner Ursapharm in Bübingen ließ Holzdeppe gestern auch durchblicken, dass es ihm beim Himmelsstürmer-Cup nicht ums Gewinnen, sondern einzig und allein um die Höhe geht. "Ich werde sicher keine 5,90 Meter springen", sagte Holzdeppe, der Anfang März wegen Innen- und Außenbandanrissen am Sprunggelenk operiert werden musste: "Aber ich habe immer gesagt: Wenn ich in die Saison einsteige, sollen die 5,70 drin sein."

Diese 5,70 Meter gilt es zu meistern, um bei den Olympischen Spielen in Rio dabei zu sein. Die könnten in Zweibrücken fallen - durch Holzdeppe oder den starken Carlo Paech (Bayer Leverkusen ), der mit 5,80 Metern den Meetingrekord hält. Im gut besetzten Starterfeld finden sich auch Tobias Scherbarth (Bestleistung 5,73 Meter) und Valentin Lavillenie (Frankreich, 5,71 Meter), Bruder des Weltrekordlers Renaud Lavillenie.

Auch das Damenfeld ist top besetzt und wird angeführt von der Kubanerin Yarisley Silva, die bereits 4,91 Meter hoch gesprungen ist. Die deutschen Damen um Silke Spiegelburg (Bestleistung 4,82 Meter) und Lokalmatadorin Anna Felzmann (4,40 Meter) müssen 4,50 Meter überwinden, um in Rio mit von der Partie zu sein.