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Gänsehaut im Fußball-Tempel

Gänsehaut im Fußball-Tempel

Die deutschen Biathleten um Simon Schempp genossen die gute Stimmung bei der „World Team Challenge“ in vollen Zügen. „Diese Veranstaltung hier ist hilfreich für die Atmosphäre in den kommenden drei Wochen“, sagte Schempp.

Simon Schempp und Vanessa Hinz genossen den Applaus der 42 000 Fans und präsentierten mit strahlenden Augen ihren Silberpokal. "Das war Gänsehautgefühl", sagte Schempp nach der Ehrenrunde. Bei der Siegerehrung zuvor hatte der Uhinger noch einmal alles gegeben und nach dem Sieg bei der "15. World Team Challenge" der Biathleten angestrengt ein riesiges Bierglas in die Höhe gereckt. Auch Partnerin Hinz (München) war nach dem Spektakel in der Fußball-Arena in Gelsenkirchen , das Erik Lesser (Frankenhain) und Franziska Hildebrand (Clausthal-Zellerfeld) zum deutschen Doppelsieg komplettierten, hin und weg. "Die Stimmung war gigantisch", sagte Hinz mit der Trophäe in der Hand.

Auch wenn große Teile der Weltelite wie Martin Fourcade (Frankreich) nicht dabei waren: Das gute Ergebnis und die großartige Stimmung werden den vier Startern des Deutschen Skiverbandes (DSV) einen Schub für die anstehenden Weltcups in Oberhof (5. bis 8. Januar) und Ruhpolding (11. bis 15. Januar) geben. "Diese Veranstaltung hier ist hilfreich für die Atmosphäre in den kommenden drei Wochen", sagte Schempp. Nach drei Infekten und einer Rippenprellung in der Vorbereitung war der 28-Jährige schwerfällig in die Saison gekommen. Abgesehen von der Weltcup-Führenden Laura Dahlmeier haderten auch die DSV-Athletinnen zuletzt mit den Schießergebnissen. "Solche Veranstaltungen wie heute helfen einem natürlich", bestätigte Hinz: "Da sagt man: Reiß dich zusammen, es stehen 40 000 Leute hinter dir."

In Oberhof und Ruhpolding können die deutschen Biathleten wie in Gelsenkirchen auf eine tolle Stimmung bauen. "Ich hatte das Gefühl, dass es richtig viel Unterstützung war. Vielleicht hat uns das noch mehr zu den guten Schießleistungen angespornt", sagte Hildebrand: "Wir sind gut drauf und können mit viel Selbstbewusstsein in das nächste Jahr gehen." Schempp ergänzte mit Blick auf Bundesligist Schalke 04 , der in der Arena seine Heimspiele austrägt: "Jetzt wissen wir, wie sich Fußballer jede Woche fühlen." Und Hinz meinte, dass sie die beste Strategie für sich gefunden hat. "Wir haben es taktisch gut gemacht: Erst Zweiter und dann von hinten aufgeholt. Das hat Spaß gemacht", sagte sie mit einem Augenzwinkern und blickte zum großen Silberpokal.