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Der FCS zahlt Lehrgeld

Der FCS zahlt Lehrgeld

Saarbrücken. Der 1. FC Saarbrücken hat sein erstes Heimspiel in der dritten Fußballliga verloren. Das 0:3 (0:0) gegen Titelkandidat Eintracht Braunschweig konnte die Mannschaft allerdings schnell unter der Rubrik "Lehrgeld zahlen" abhaken

Saarbrücken. Der 1. FC Saarbrücken hat sein erstes Heimspiel in der dritten Fußballliga verloren. Das 0:3 (0:0) gegen Titelkandidat Eintracht Braunschweig konnte die Mannschaft allerdings schnell unter der Rubrik "Lehrgeld zahlen" abhaken. "Das Manko ist wohl die Cleverness im Zweikampf", bemängelte FCS-Trainer Jürgen Luginger, "da wird meist für den Gegner gepfiffen, für uns nicht".

So geschehen vor dem 0:1. Der Braunschweiger Dennis Kruppke hatte den Ball mit der Hand gespielt "und ich denke nicht, dass es ein Foul von mir an Domi Kumbela war", schilderte Saarbrückens Abwehrspieler Maik Schutzbach seine Sicht. Schiedsrichter Peter Sippel sah es anders und Deniz Dogan platzierte den fälligen Freistoß aus 22 Metern unhaltbar rechts neben den Pfosten (63. Minute). Auch beim 0:2 war Schutzbach dicht dran, aber nicht entscheidend dazwischen. Der pfeilschnelle Karim Bellarabi schnappte sich den Ball, bediente von der Grundlinie Damir Vrancic. Sein Treffer aus acht Metern war vor 7300 Zuschauern im Saarbrücker Ludwigsparkstadion die Vorentscheidung (75.). Dass neun Minuten später dem 0:3 von Vrancic ein klares Foulspiel des Torschützen an Martin Forkel voraus ging, passte ins Bild dieses Samstags.

"Das bittere ist, dass Braunschweig das 1:0 in unsere beste Phase hinein macht", sagte Schutzbach. Denn kurz vor und nach dem Seitenwechsel war der FCS dicht dran an der Führung. Nico Zimmermann eroberte an der Mittellinie den Ball, sprintete bis zur Torauslinie und passte in die Mitte. Nico Weißmann scheiterte aus neun Metern an Schlussmann Marjan Petkovic (42.). Der reagierte auch 60 Sekunden später glänzend, fischte einen Schuss aus 16 Metern von Velimir Grgic aus der bedrohten Ecke. Auch bei einer Volley-Abnahme von Zimmermann zeigte Petkovic seine ganze Klasse, klärte mit den Fingerspitzen zum Eckball (48.). "Wir hatten ja gute Möglichkeiten, haben gegen einen Meisterschaftsfavoriten richtig Druck gemacht", ärgerte sich Grgic nach der Partie, "dann hast du am Ende 0:3 verloren und weißt nicht, was passiert ist". Auch Manuel Zeitz, der sich in der ersten Hälfte eine Platzwunde am Kopf zuzog, aber nach kurzer Behandlung durch Mannschaftsarzt Markus Pahl mit Turbanverband weitermachte, war enttäuscht: "So eine Niederlage tut mehr weh als der Kopf."

Nach zwei Spielen gegen Spitzenmannschaften der Liga gibt es im Lager der Blau-Schwarzen aber keinen Grund, die Köpfe hängen zu lassen. Auch wenn auf dem Punktekonto noch immer die Null steht. "Wir haben in den ersten 70 Minuten eine klare Steigerung gegenüber dem Offenbach-Spiel gezeigt. Aber du musst halt in so einem Spiel auch mal ein Tor machen", erklärte Trainer Luginger. "Die Mannschaft hat sich für ihren Einsatz nicht belohnt."