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Das FCK-System funktioniert

Das FCK-System funktioniert

Kaiserslautern. Es war über 70 Minuten tatsächlich schön anzusehen, wie Fußball-Bundesligist 1. FC Kaiserslautern sein Testspiel gegen den AJ Auxerre mit 3:1 gewann. "Wir werden auch in der Bundesliga offensiv spielen", hatte Trainer Marco Kurz angekündigt und die Mannschaft erfüllte schon am Samstag im Rahmen des Stadionfestes viel von diesem Versprechen

Kaiserslautern. Es war über 70 Minuten tatsächlich schön anzusehen, wie Fußball-Bundesligist 1. FC Kaiserslautern sein Testspiel gegen den AJ Auxerre mit 3:1 gewann. "Wir werden auch in der Bundesliga offensiv spielen", hatte Trainer Marco Kurz angekündigt und die Mannschaft erfüllte schon am Samstag im Rahmen des Stadionfestes viel von diesem Versprechen.

Immer wieder ging es über die offensiven Außen, seien es Oliver Kirch und Ivo Ilicevic oder, wie in der zweiten Halbzeit, Chadli Amri und Stiven Rivic. Wer auch immer spielte, das System blieb erkennbar - und erfolgreich. So war es bezeichnend, dass zwei der drei FCK-Tore über die Außen zustande kamen, das dritte von Rodnei (51.) nach einer der vielen gefährlichen Standardsituationen. Das 1:1 der klug und überlegt spielenden Schalke-Leihgabe Jan Moravek (22.), hatte Oliver Kirch mit einer Flanke eingeleitet, die Srdjan Lakic dann für Moravek aufbereitete. Beim 3:1 durch hatte Rivic geflankt und der bewegliche und immer gefährliche Ilian Micanski (73.) hatte mit dem Kopf verwandelt.

Einzig mit den ersten 20 Minuten konnte Kurz nicht ganz zufrieden sein und das lag nicht nur am 1:0 für Auxerre durch einen Freistoß von Valter Birsa, den Rodnei mit einem unglücklichen Foul verursacht hatte. "Vielleicht hatten wir anfangs auch zu viel Respekt", erklärte Kurz. Immer ein bisschen zu zurückhaltend und zu wenig von dem angekündigten Offensiv-Fußball. Als dieser Respekt abgelegt war, lief es besser und hätte sogar noch höher ausfallen können. Alleine Amri vergab zwei Hochkaräter.

Die 22 000 Fans, die während des Spiels im Stadion waren, feierten trotzdem. Natürlich auch den Sieg gegen Auxerre, aber vor allem sich selbst und den Aufstieg. 40 000 waren insgesamt zum Stadionfest gekommen und wenn in Kaiserslautern Stadionfest ist, bedeutet das auch immer Volksfest-Stimmung.

Stände waren aufgebaut, Bands wie die "Walter-Elf" spielten und die Park&Ride-Busse brachten immer neue Fan-Scharen auf den Betzenberg. Die Aufbruchsstimmung nach dem Aufstieg ist spürbar. Und Spiele wie das gegen Auxerre machen Hoffnung, dass es ein längerer Aufenthalt in der Bundesliga werden könnte. jbö